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Rubrikillustration Bürgerservice
Karte - Euskirchen

Grundstückskauf

Bevor Sie sich endgültig für ein Grundstück entscheiden, sollten Sie genauere Informationen einholen. Eine wichtige Rolle spielt die Untergrundbeschaffenheit. Bei felsigem Grund oder hohem Grundwasserspiegel müssen beispielsweise entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, die auch die Baukosten erhöhen. Auskünfte darüber erhalten Sie eventuell auch von der Stadt oder Gemeinde, von Baugeschäften am Ort oder von Nachbarn. Erkundigen Sie sich auch genau, wie die Gegend um das Grundstück in den nächsten Jahren aussehen wird. Garantien für eine ruhige Lage auf Lebenszeit gibt es zwar nirgends, doch kann man bei der Behörde erfahren, ob in der Nähe eine Autobahn oder Industrieanlagen geplant sind.

 

Günstig ist ein Bauplatz, auf dem das Haus möglichst windgeschützt liegt und nach der Sonne orientiert werden kann. Nicht die schmale, sondern die breite Seite des Hauses sollte nach Süden schauen, damit möglichst viele Räume Sonnenlicht und -wärme empfangen können. Vielleicht läßt sich ein Bebauungsplan, der dies nicht vorsieht, nachträglich noch ändern. Achten Sie auch darauf, daß Nachbargrundstücke oder hohe Bäume das Haus nicht ungünstig beschatten.

 

Außer einem Blick in das Grundbuch, aus dem Sie über privatrechtliche Verpflichtungen (z. B. Dienstbarkeiten) informiert werden, die auf dem Grundstück ruhen, ist es ratsam, auch einen Blick in das Baulastenverzeichnis zu werfen. Dies wird bei der Bauaufsichtsbehörde geführt und informiert Sie über öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, die mit dem Grundstück verbunden sind. Hierzu zählen insbesondere Baulasten zur Sicherung einer Abstandsfläche oder eine Zuwegung zugunsten des Nachbarn. Hieraus können sich unmittelbar Einschränkungen für die bauliche Ausnutzung Ihres Grundstückes ergeben.

 

Bei jedem Grundstückskauf kommen neben den reinen Grundstückskosten noch Nebenkosten dazu. Dies sind die Grunderwerbssteuern (6,5 % vom Kaufpreis), die Notariats- und Grundbuchkosten (1,0 % bis 1,5 % vom Kaufpreis) und eventuell die Maklerprovision (3 % bis 6 % des Kaufpreises zuzüglich MWSt.).


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