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Rubrikillustration Bürgerservice
Karte - Euskirchen

Erschließung Baugrundstück

Die Beschaffung eines geeigneten Grundstücks erfolgt normalerweise auf dem "freien" Markt über Zeitungsannoncen oder durch Einschaltung von Immobilienmaklern. Daneben können auch Anfragen bei Stadt/Gemeinde und gemeinnützigen - besonders kommunalen - Wohnungsbaugesellschaften zum Ziel führen. Eine weitere Möglichkeit besteht in einer persönlichen Einsichtnahme örtlicher Bebauungspläne beim Bauamt der Stadt- oder Gemeindeverwaltung und Ergründung der Verkaufswilligkeit der Grundstückseigentümer. Nachdem Sie sich als Grundstücksbesitzer oder -käufer bei der zuständigen Gemeinde oder Stadt oder bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde Klarheit über die grundsätzlichen Möglichkeiten einer Bebauung verschafft haben, ist es für Sie wichtig, sich über den Stand der Erschließung zu informieren, da davon der Zeitpunkt einer möglichen Bebauung abhängig ist.

 

Die tatsächliche Nutzung einer Fläche hängt also davon ab, daß die Grundstücke an Straßen und Versorgungsanlagen angeschlossen und so mit dem vorhandenen Netz solcher Anlagen verbunden werden. Erst danach werden die Grundstücke endgültig baureif. Diese Vorgänge werden als Erschließung bezeichnet.

 

Im einzelnen versteht man unter Erschließungsanlagen die Herstellung und Unterhaltung der öffentlichen, zum Anbau bestimmten Straßen, Wege, Plätze und Sammelstraßen innerhalb der Baugebiete, die Parkflächen und Grünanlagen (soweit sie Bestandteile der genannten Verkehrsanlagen sind), sowie Lärmschutzwände bzw. -wälle und ähnliches. Darüber hinaus zählen dazu die Herstellung und Unterhaltung der öffentlichen Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen.

 

Zeit und Art der Erschließung ist somit für die städtebauliche Entwicklung des Baugebietes, in dem Ihr Grundstück liegt, von entscheidener Bedeutung.

 

Es ist nach § 123 BauGB grundsätzlich Aufgabe der Gemeinde, die Erschließungsanlagen herzustellen. Die Kosten hierfür werden von der Gemeinde nach Maßgabe der Erschließungsbeitragssatzung bis zu 90 % auf die durch die jeweilige Anlage erschlossenen Grundstücke umgelegt.

 

Erschließungsbeiträge sind in der Regel zu leisten, wenn die entsprechenden Anlagen endgültig fertiggestellt sind.

 

Die Gemeinde kann jedoch den Bauherrn zu Vorausleistungen heranziehen, wenn eine Baugenehmigung vorher erteilt wird. Sie kann auch die Erschließung durch Vertrag auf einen Dritten (Erschließungsträger) übertragen.

 

Es ist ratsam, sich vor dem Kauf des Grundstückes zu erkundigen, ob Erschließungsbeiträge noch anfallen oder bereits gezahlt worden sind.

 

Auch die Kosten für die Herstellung und Unterhaltung der öffentlichen Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen werden von der Gemeinde nach Maßgabe einer Satzung auf die Anlieger in Form von Beiträgen, Anschluss- und Benutzungsgebühren umgelegt. Für die Wasserversorgung tritt häufig ein anderer Versorgungsträger (Stadtwerke, Versorgungsverband) an der Stelle der Gemeinde.


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