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Rubrikillustration Umwelt
Karte - Euskirchen

Wichtige Hinweise für Heizölverbraucher

Ab sofort müssen auch kleinere Heizöltankanlagen von einem zugelassenen Sachverständigen geprüft werden. Aber auch nicht prüfpflichtige Tankanlagen bergen Gefahren, die Sie kennen und beachten sollten. Hier erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Gesichtspunkte.

 

Flyer zum Download

2006 wurden die Flyer von den Schornsteinfegern an alle Besitzer von Ölheizungen verteilt. Weitere Exemplare können kostenlos bei der Unteren Wasserbehörde abgeholt werden. Außerdem können Sie den Flyer hier herunterladen:

Umwelt schützen - Ölschäden verhüten - GELD SPAREN!

 

Jährlich ereignen sich im Kreis Euskirchen mehrere Ölunfälle bei privaten Heizöltankanlagen mit Schadens­summen bis zu mehreren 10.000 €.

Neben dem finanziellen Schaden können mit solchen Unfällen Gefahren für eine Verunreinigung von Boden und Grundwasser entstehen. Nicht zuletzt ist ein Heizölschaden im Haus oder Keller mit viel Schmutz und erheblichem Gestank verbunden.

Bei vielen Heizanlagen wurden in den letzten Jahren Heizkessel und Brenner modernisiert. Die Öltanks jedoch befinden sich häufig noch in ihrem Ursprungszustand.

Treten unglückliche Umstände ein (z. B. Leckagen, Fehl­verhalten von Betreiber oder Heizöllieferant), kann schnell aus einer lauernden Gefahr ein konkreter Ölunfall mit unliebsamen Folgen werden.

Das heißt für Sie:

Auch ein Heizöltank mit seinen einzelnen Bauteilen, wie z.B. Auffangwanne, Überfüllsicherung oder Leckanzeiger, muss regelmäßig von einem Fachbetrieb gewartet werden.

Lassen Sie Ihren Heizöltank - auch wenn Ihre Tankanlage keiner gesetzlichen Prüfpflicht unterliegen sollte - regelmäßig von einem Fachbetrieb warten und gegebenenfalls von einem Sachverständigen prüfen !

Wer muss WAS WANN tun?

 

Folgende Regelungen gelten für die Prüfpflicht von Heizöltanks durch einen unabhängigen, zugelassenen Sach­verständigen:

Wenn sich Ihr Grundstück in einem  Wasserschutzgebiet (Zone I, II, III oder IIIA) befindet, dann müssen :

  • unterirdische (im Erdreich eingebaute) Heizöltanks vor Inbetriebnahme und anschließend alle 2,5 Jahre geprüft werden.
  • oberirdische Heizöltanks (z.B. Tanks, die im Keller aufgestellt sind), wenn mehr als 5.000 Liter gelagert werden können, vor Inbetriebnahme und anschließend alle 5 Jahre geprüft werden.

Für alle anderen Grundstücke gilt:

  • Unterirdische (im Erdreich eingebaute) Heizöltanks müssen vor Inbetriebnahme und anschließend alle 5 Jahre geprüft werden.
  • Oberirdische Heizöltanks (z.B. Tanks, die im Keller aufgestellt sind) , wenn mehr als 10.000 Liter gelagert werden können, müssen vor Inbetriebnahme und anschließend alle 5 Jahre geprüft werden.

Für alle neuen Anlagen ab 1000 l muss eine Sachverständigen- oder Fachbetriebsbescheinigung vorliegen!

  • Der Auftrag für die Prüfung muss von Ihnen unaufgefordert erteilt werden.
  • Vom Sachverständigen erhält die Untere Wasserbehörde eine Kopie des Prüfberichtes.
  • Falls Mängel festgestellt werden, müssen diese unverzüglich behoben werden.
  • Nach Abschluss der Arbeiten teilen Sie die Beseitigung der Mängel der Unteren Wasserbehörde mit.

Tipps für Heizölverbraucher

  1. Lassen Sie bei doppelwandigen Tanks mindestens einmal jährlich die Funktion des Leckanzeigegerätes durch einen zugelassenen Fachbetrieb nach § 19 l WHG überprüfen. Bei einwandigen Tanks kontrollieren Sie den Auffangraum mindestens vierteljährlich sowie nach jeder Tankbefüllung durch Inaugenscheinnahme.
  2. Stellen Sie sicher, dass beim Befüllen Ihres Tanks Entlüftungsstutzen und soweit möglich der Tank beobachtet werden, damit eventuell austretendes Öl sofort entdeckt wird.
  3. Lassen Sie Grenzwertgeber, die vor 1984 eingebaut wurden, austauschen - die heutigen Geräte sind konstruktiv verbessert und bieten mehr Funktionssicherheit.
  4. Lassen Sie die Rücklaufleitung vom Ölbrenner zum Tank stilllegen und die Ölzufuhr auf "Einstrangsystem" umbauen. Liegt der maximal zulässige Flüssigkeitsspiegel im Tank höher als Ihre Saugleitung, sollte ein Heberschutzventil eingebaut werden. Dies ist sicherer.
  5. Lassen Sie einwandige Stahlblechbatterietanks (nichtbegehbare Stahlbehälter) möglichst bald gegen Kunststofftanks austauschen - eine Sanierung lohnt sich in aller Regel nicht!
  6. Lassen Sie bei einwandigen Tanks bei der nächsten Tankreinigung (spätestens alle 5-10 Jahre) durch einen Fachbetrieb prüfen, ob der Auffangraum noch dicht ist. Undichte Auffangräume bieten keinen Gewässer- und Bodenschutz!
  7. Bei Arbeiten an Heizöltankanlagen wenden Sie sich stets an einen zugelassenen Fachbetrieb (nach § 19l Wasserhaushaltsgesetz) bzw. schließen Sie einen Wartungsvertrag ab, wenn Sie nicht selbst sachkundig sind.
  8. Misstrauen Sie kostenlosen Dienstleistungen zur Feststellung des Sicherheitszustandes. Mit diesen fragwürdigen Geschenken wird oft der Zugang zu Ihrem Tank gesucht, um Sie anschließend zu teuren und meist unnötigen Sanierungsarbeiten zu überreden.
  9. Prüfen Sie, ob Sie ausreichenden Versicherungsschutz haben.
  10. Melden Sie einen Ölunfall unverzüglich der örtlichen Ordnungsbehörde, damit notwendige Gegenmaßnahmen sofort eingeleitet werden können. Die Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde sind bei Schadensfällen jederzeit (auch außerhalb der Dienstzeit) über die Rettungsleitstelle des Kreises Euskirchen erreichbar.


Weitere Infos im WWW:


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