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Rubrikillustration Umwelt
Karte - Euskirchen

LEADER-Projekt E-ifel Mobil

Gemeinsame Fahrzeugnutzung und Elektromobilität im ländlichen Raum. Vielfältige Presseberichte und Auszeichnungen haben das LEADER-Projekt E-ifel mobil begleitet. Im Kreis Euskirchen wurde das Projekt modellhaft in Freilingen und in der Dörfergemeinschaft am Thürne erfolgreich durchgeführt. Die Modellprojekte haben gezeigt, dass ein Dorfauto die Mobilitätsmöglichkeiten der Bürger im ländlichen Raum erhöhen kann. Dorfautos fördern das bürgerschaftliche Engagement, das Miteinander und eine zukunftsorientierte Entwicklung im Dorf.

Wie in vielen ländlichen Mittelgebirgsregionen müssen in der Eifel für den Weg zur Arbeitsstätte, zur täglichen Versorgung und zu Freizeitaktivitäten vergleichsweise weite Wege zurückgelegt werden. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist zwar gut entwickelt, für viele Bewohner ist er jedoch häufig keine Alternative zum Pkw. So ist das Leben in der Eifel vom Zwang zur individuellen motorisierten Mobilität geprägt.

Über 60 Prozent der Haushalte in der LEADER-Region Eifel verfügen über mindestens zwei Pkws, um ihren Mobilitätsansprüchen gerecht zu werden. Die Möglichkeiten der nachhaltigen Mobilität, die etwa Carsharing und Elektromobilität bieten, werden vor allem in städtischen Gebieten genutzt und waren in der ländlich geprägten Eifel kaum präsent.

Das Regionalmanagement der LEADER-Region Eifel hat im Jahr 2012 das Projekt "E-ifel mobil" gemeinsam mit einem breiten Kreis regionaler Partner ins Leben gerufen, um Erkenntnisse über die Möglichkeiten von Carsharing und Pedelec-Verleih in den Dörfern zu gewinnen.

Da kommerzielle Anbieter aus wirtschaftlichen Gründen nicht in ländlichen Regionen arbeiten, setzten die Initiatoren auf das ausgeprägte bürgerschaftliche Engagement und den Gemeinschaftssinn der Bewohner bei der Suche nach innovativen Ansätzen. Ein umfassender Mehrwert des Projektes lag in der Vernetzung und den Synergien bislang isoliert arbeitender Initiativen.

Auftakt zum Dorfautoprojekt in Freilingen Auftakt zum Dorfautoprojekt in Freilingen Großbildansicht

Insgesamt fünf Dörfer nutzten die Projektdauer von zwei Jahren, um die geteilte Nutzung von Elektrofahrzeugen zunächst zu testen und - im Erfolgsfall - dauerhaft zu etablieren. Die Projektsteuerung lag bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Eifel, sie begleitete die teilnehmenden Orte während der Testphase und förderte den Austausch zwischen den Akteuren. Der Kreis Euskirchen, der Kreis Düren und die StädteRegion Aachen unterstützen das Projekt finanziell und fachlich. Die ene Energie Nordeifel GmbH und die EWV Energie- und Wasserversorgung GmbH stellten für den Testzeitraum Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

Die fünf Modelldörfer haben gezeigt, dass Dorfauto- und Pedelec-Angebote die Mobilitätsmöglichkeiten der Bürger im ländlichen Raum deutlich erhöhen können. Vom Mehrwert profitieren insbesondere Bürger ohne eigenes Auto, ohne Führerschein und Haushalte ohne Zweit- oder Drittwagen. Darüber hinaus haben die Erfahrungen aus den örtlichen Projekten gezeigt, dass Dorfautos und Pedelecs das bürgerschaftliche Engagement, das Miteinander im Dorf und eine zukunftsorientierte Entwicklung der Orte fördern. Die neuartigen Mobilitätskonzepte bieten daher die Chance, die Attraktivität der Dörfer und die Lebensqualität der Bürger zu erhöhen.

Die Ergebnisse des LEADER-Projektes "E-ifel mobil" sollen Anregung und Hilfestellung für Dörfer sein, die sich mit der Idee eines Dorfautos, Carsharing oder anderen gemeinschaftlichen Mobilitätsangeboten befassen.

© KlimaExpo.NRW




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Kontakt

Abteilung Umwelt und Planung

Sabine Conrad
Telefon: 02251/15964
Email: sabine.conrad@kreis-euskirchen.de