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Rubrikillustration Umwelt
Karte - Euskirchen

Sonderabfälle

Schadstoffhaltige Produkte gibt es reichlich. Oft ist den Anwendern gar nicht bewusst, dass sie mit gefährlichen Stoffen arbeiten. Dabei ist bei der Anwendung wie auch bei der Entsorgung Vorsicht geboten.

Entsorgung von Sonderabfällen

Sonderabfälle sind Abfälle, von denen Gefahren ausgehen können. Deshalb dürfen Sie sie ausschließlich über die mobile Schadstoffsammlung oder am Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) in Mechernich - Strempt entsorgen.

Die Termine für die mobile Schadstoffsammlung finden Sie in den meisten Kommunen auf der Rückseite des Abuhrkalenders. Sie können Sie auch bei den Abfallberatern Ihrer Stadt oder Gemeinde nachfragen.

Für die Anlieferung am AWZ Mechernich brauchen Sie Ihren Personalausweis. Nur Bürger des Kreises Euskirchen können Schadstoffe hier abgeben. Von Privatleuten werden fast alle Sonderabfälle in haushaltsüblichen Mengen kostenlos angenommen.

Als Hilfestellung bei der Entscheidung, ob es sich bei einem Stoff um Sonderabfall handelt oder nicht, dienen die Gefahrensymbole. Sie kennzeichnen Produkte als Gefahrstoffe.

Hinweise zu typischen Schadstoffen im Haushalt - und Möglichkeiten, diese zu vermeiden - gibt ein Flyer, den Sie unten auf dieser Seite herunterladen können.

Batterien zählen auch zu den Sonderabfällen. Sie werden nicht nur am Schadstoffmobil und am AWZ, sondern auch an jeder Verkaufsstelle (z.B. Supermarkt) zurückgenommen. Achten Sie auf die grünen Rücknahmeboxen. Die Batterienrücknahme wird vom GRS Batterien organisiert.

Autobatterien unterliegen einer Pfandpflicht. Wenn Sie beim Kauf einer neuen Autobatterie keine alte zurückgeben können, zahlen Sie ein Pfand von 7,50 €.

Für Altöl gibt es eine Rücknahmeverpflichtung für die Verkäufer. Altöl wird daher nicht am Schadstoffmobil angenommen.

Beispiele für Sonderabfälle

Vielen Menschen ist nicht klar, wo sich überall Schadstoffe "verstecken". In fast jedem Haushalt finden sich Schadstoffe, oft bei den Putzmitteln, im Keller oder in der Garage. Beispiele sind:

  • Batterien
  • Weichspüler
  • Pflanzenschutzmittel
  • Fleckentferner
  • Imprägniermitel
  • WC-Reiniger
  • Ofenreiniger
  • Desinfektionsmittel
  • Möbelpolitur
  • Metall- und Silberputzmittel
  • "antibakterielle" Reiniger (z.B. Spülmittel)
  • Nagellackentferner
  • Rostschutzmittel
  • Farben und Lacke
  • Autobatterien
  • Bremsflüssigkeit
  • Altöl
  • Holzschutzmittel
  • Energiesparlampen
  • Leuchtstoffröhren
  • PU-Schaumdosen
  • Klebstoff
  • Quecksilber-Thermometer

Sonderabfälle vermeiden...

...bedeutet meist: durch ein schadstofffreies (oder zumindest weniger schädliches) Produkt ersetzen. Einige Produkte kann man aber tatsächlich auch ersatzlos von der Einkaufsliste streichen. Manchmal ist auch schon eine Reduzierung der angewandten Menge hilfreich. Beispiele:

  • Flüssige Reiniger oder pulverförmige Waschmittel werden oft "überdosiert". Insbesondere bei Konzentraten gerät man schnell in die Versuchung, mehr als die erforderliche Menge zu verwenden. Deshalb: immer auf die Dosieranleitungen auf der Verpackung achten.
  • "Antibakterielle" Reiniger sind im normalen Haushalt überflüssig. Meist reicht die enthaltene Menge an Chemikalien nicht aus, um Bakterien wirksam zu reduzieren - allerdings kann sie durchaus ausreichen, um Allergien auszulösen. Nach wie vor ist der beste Hygienetipp: Hände waschen!
  • Spezialreiniger und Fleckentferner lassen sich in der Regel durch weniger schädliche Mittel ersetzen. Ein normaler Haushalt ist mit einem Spülmittel, einem Allzweckreiniger, Essigreiniger und Scheuermilch meist für alle Fälle ausgerüstet.
  • künstliche Duftstoffe (Raumspray, Toilettenbedufter, Wunderbäume,...) belasten die Raumluft. Empfindliche Personen reagieren darauf mit Kopfschmerzen. In der Regel ist kräftiges Lüften die bessere Methode.

So erkennen Sie schadstoffhaltige Produkte

Schadstoffhaltige Produkte erkennen Sie am "Gefahrensymbol". Beim Einkauf sollten Sie so gekennzeichnete Produkte möglichst vermeiden. Die Reste solcher Produkte können Sie am Schadstoffmobil oder am AWZ Mechernich abgeben.

Die häufigsten Gefahrensymbole und Ihre Bedeutung finden Sie hier:

Gesundheitsschädlich (Kennnzeichnung Xn)
Reizend (Kennzeichnung Xi)

Diese Stoffe können nach Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme durch die Haut Gesundheitsschäden von beschränkter Wirkung hervorrufen. Reizende Stoffe wirken meist bei Kontakt mit Haut, Atmungsorganen oder Augen schädlich.

Ätzend:
Diese Stoffe können lebendes Gewebe (z.B. Haut) zerstören. Sie können aber auch durch die Zerstörung von Flaschen, Oberflächen und Gegenständen Schäden verursachen.
Giftig:
Diese Stoffe können beim Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme durch die Haut akute oder chronische Gesundheitsschäden oder den Tod bewirken.
Brandfördernd:
Diese Stoffe können bei Kontakt mit brennbaren Stoffen diese entzünden bzw. bestehende Brände erheblich fördern und das Löschen erschweren.
Leicht entzündlich:
Diese Stoffe können sich selbst entzünden, können bei Berührung mit Wasser Gase in gefährlicher Menge entwickeln oder haben einen sehr niedrigen Flammpunkt.
Umweltgefährlich:
Diese Stoffe können Wasser, Boden, Luft, Klima, Pflanzen oder Mikroorganismen derart verändern, dass Gefahren für die Umwelt entstehen.


Downloads:


Infoboxen

Weitere Infos:

Batterien

Mehr über die Entsorgung von Batterien und den Umgang mit Akkus finden Sie hier.

Verbraucherzentrale NRW

Auch die Verbraucherzentrale gibt Hinweise zu einigen Sonderabfällen.

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