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Rubrikillustration Umwelt
Karte - Euskirchen

Entsorgungsnachweise

Der Entsorgungsnachweis muss vorliegen, bevor die eigentliche Entsorgung eines gefährlichen Abfalls stattfindet. Damit soll bereits im Vorfeld sichergestellt werden, dass der geplante Entsorgungsweg rechtmäßig ist.

Digitaler Entsorgungsnachweis - PFLICHT ab 01. April 2010

Die neue Nachweisverordnung schreibt vor, dass Entsorgungsnachweise digital zu führen sind. Oft werden Entsorger dies für Ihre Erzeuger als Dienstleistung anbieten. Es gibt verschiedene Softwareanbieter, die entsprechende Programme verkaufen. Wer nur sehr wenige Nachweisdokumente hat, kann das kostenlose Länder-eANV auf der Seite der ZKS (Link siehe unten) nutzen.

Auch die Unterschrift muss elektronisch erfolgen. Erzeuger und Beförderer haben für diese digitale Signatur allerdings noch eine weitere Übergangsfrist bis Anfang 2011. Für die digitale Signatur benötigen Sie eine Signaturkarte mit PIN und ein Kartenlesegerät.

Mehr zum digitalen Entsorgungsnachweis finden Sie auf den Seiten der Zentralen Koordinierungsstelle (ZKS):

Wann brauche ich einen Entsorgungsnachweis?

Mit der Änderung der Nachweisverordnung vom Februar 2007 sind Entsorgungsnachweise nur noch für gefährliche Abfälle oder auf besondere Anordnung hin erforderlich.

Wenn bei einem Erzeuger nicht mehr als zwei Tonnen gefährliche Abfälle pro Jahr anfallen, kann er ebenfalls auf einen Entsorgungsnachweis verzichten. Allerdings muss die Entsorgung durch Übernahmescheine nachgewiesen werden können.

Sonderfall: Sammelentsorgungsnachweis
Liegen Ihre Abfallmengen unter 20 Tonnen pro Jahr und Abfallart? Dann können Sie auch den Sammelentsorgungsnachweis eines von Ihnen beauftragten Entsorgers nutzen. In diesem Fall brauchen Sie keinen eigenen Entsorgungsnachweis. Fragen Sie den Entsorger nach einer Kopie seines Sammelentsorgungsnachweises und heften Sie diese in Ihrem Entsorgungsregister ab. Als Nachweis über die durchgeführte Entsorgung erhalten Sie bei jeder Abholung einen Übernahmeschein.

Welchen Zweck hat ein Entsorgungsnachweis?

Der Entsorgungsnachweis soll sicherstellen, dass der geplante Entsorgungsweg legal ist. Deshalb muss er erstellt werden, bevor ein Abfall zu einem Entsorger geliefert wird. Als Nachweis der eigentlichen Entsorgung werden weitere Unterlagen nötig. In der Regel ist das ein Begleitschein, bei Sammelentsorgung oder Kleinmengen (unter 2 t gefährliche Abfälle pro Jahr) ein Übernahme-, Wiege- oder Lieferschein.

Wie lange gilt ein Entsorgungsnachweis?

Meist werden Entsorgungsnachweise für fünf Jahre ausgestellt. Der Entsorger oder die zuständige Behörde können aber auch eine kürzere Gültigkeit festsetzen.

Solange der Nachweis gilt, kann der angegebene Abfall beliebig oft angeliefert werden. Wenn die bei der Abfallbeschreibung angegebenen Mengen überschritten werden, wird ein neuer Nachweis oder eine nachträgliche Mengenerhöhung erforderlich.

Wie komme ich an einen Entsorgungsnachweis?

Wenn Sie einen Transporteur bzw. Entsorger beauftragen, erstellt dieser meist auch den Nachweis. Sie müssen nur die Angaben prüfen und unterschreiben.

Falls Sie Ihren Nachweis selbst erstellen, können Sie das über eine spezielle Software (Liste der Anbieter unter www.zks-abfall.de im Bereich Service/ Publikationen/ Informationsschrift "Softwareanbieter") tun oder über das sogenannte Länder-eANV (ebenfalls erreichbar über www.zks-abfall.de).

In beiden Fällen müssen Sie sich zunächst bei der ZKS registrieren. Der Registrierunsantrag wird an die zuständige Behörde weitergeleitet. Wenn er von der Behörde bestätigt worden ist, können Sie das Länder-eANV nutzen oder über Ihre Software Daten mit der ZKS austauschen.

Achtung: wenn Sie das Länder-eANV nutzen, werden Ihre Daten dort nicht gespeichert! Sie müssen die Dateien deshalb auf Ihrem Rechner abspeichern.

Aufbewahrungsfristen für Entsorgungsnachweise, Begleitscheine und andere Belege

Auch nachdem ein Nachweis abgelaufen ist, sollten Sie ihn noch mindestens drei Jahre aufbewahren. Auch Begleitscheine, Übernahmescheine und andere Belege über die Entsorgung sollten Sie aufheben, um sie bei eventuellen Überprüfungen Ihres Betriebs vorlegen zu können.

Heften Sie alle Papier-Entsorgungsbelege zusammen in einem Ordner (früher "Nachweisbuch", heute "Entsorgungsregister" genannt) ab. Die neuen, digitalen Dokumente können Sie über eine spezielle Software verwalten oder, falls Sie das Länder-eANV nutzen, einfach auf Ihrem Computer abspeichern. Dabei sollten Sie sich pro Entsorgungsnachweis einen Ordner anlegen. In diesem Ordner speichern Sie den Nachweis selbst sowie alle zugehörigen Begleitscheine.




Infoboxen

Abfallsatzung

Paragraphenzeichen

Rechtsgrundlage der Entsorgung für den Kreis Euskirchen

Die Abfallsatzung des Kreises ist die rechtliche Grundlage für die Entsorgung im Kreis Euskirchen. Hier steht die aktuelle Satzung zum Download zur Verfügung.