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Rubrikillustration Tourismus
Karte - Euskirchen

Leitthemen Fahrradfreundlicher Kreis

Das Projekt "Fahrradfreundlicher Kreis Euskirchen" wurde im November 1999 mit einer großen Auftaktveranstaltung ins Leben gerufen. Hierbei wurden vier Leitthemen mit entsprechenden Arbeitskreisen entwickelt, aus deren Wirken im Laufe des Jahres 2000 verschiedene Einzelprojekte entstanden.

Hintergrund

Das Projekt von mehreren Arbeitskreisen bearbeitet. Die Arbeitskreise setzen sich zusammen aus

  • Vertretern der Kommunen und des Kreises,
  • Interessenverbänden,
  • Vertretern aus der Politik,
  • Bürgern.

Unser Ziel, den Kreis Euskirchen fahrradfreundlicher zu gestalten, liess sich nicht von heute auf morgen umsetzen. Folgende Leitthemen wurden zunächst festgelegt:

  • Hamonisierung der Fahrradwegweisung
  • Fahrradfahren und Tourismus
  • Alltagsradfahren im ländlichen Raum
  • Konflikte in Natur und Landschaft

 

Harmonisierung der Fahrrad-Wegweisung

DAS ZIEL

Ziel ist die Erstellung einer gestalterisch einheitlichen Fahrradwegweisung. Durch ein optimales Fahrradwege-Leitsystem soll dem Radfahrer eine problemlose Orientierung bei Freizeit- und Alltagsverkehr ermöglicht werden.

DER WEG

Für die Gestaltung von Fahrradwegweisern bestehen seit 1999 bundesweite Empfehlungen, die Inhalt, Form, Farbe und Größe der Schilder in Form eines Merkblattes festlegen (erhältlich beim FGSV, Katalog 245). Auch das Land Nordrhein-Westfalen richtet sich in seinem im Jahr 2000 konzipierten landesweiten Radverkehrsnetz nach diesen Empfehlungen und beschildert nach der einheitlichen Radverkehrswegweisung.

Der Kreis Euskirchen hat sich diesem Vorhaben angeschlossen und die notwendigen Abstimmungen mit den Kommunen mit Nachdruck verfolgt, so dass er als einer der ersten Landkreise in NRW das Konzept umsetzen konnte. Die Ausschilderung wurde im Frühjahr 2003 begonnen und innerhalb von wenigen Monaten fertiggestellt.

Alle bestehenden und neuen Wegweisungsvorhaben werden zentral koordiniert. Die neuen und alten Fahrradwegweiser werden den Empfehlungen des Bundes angepasst. Dies betrifft das landesweite Wegweisungsnetz ebenso wie die Wegweisung des Kreises und der Kommunen sowie des Naturparks Hohes Venn und des Eifelvereins.

DIE ETAPPEN

Mit folgenden Etappen sind wir auf den Weg zu unserem Ziel:

  • Stufenweise Erneuerung und Erweiterung des Wegweisungssystems
  • Einbeziehung land- und forstwirtschaftlicher Wege in das Radwegenetz
  • Einbindung der Mountainbike-Routen und anderer Themenrouten

Fahrradfahren und Tourismus

Pausierende Radfahrer Mehrere tausend Radler kamen 2005 zum Radaktionstag nach Blankenheim Großbildansicht

DAS ZIEL

Der Fahrradtourismus im Kreis Euskirchen soll gezielt weiter entwickelt und umfangreich gefördert werden.

DER WEG

Um das fahrradtouristische Profil des Kreises Euskirchen weiter zu stärken, ist eine Zusammenarbeit mit Akteuren vor Ort, wie der Eifeltouristik, Vertretern der Gastronomie und des ÖPNV, notwendig. In Zusammenarbeit mit der Kreisverkehrsgesellschaft Euskirchen mbH und dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH werden Konzepte erarbeitet, durch die die Fahrradmitnahme optimiert werden kann.

Spezielle Angebote, wie Radtouren bergab entlang der Flusstäler oder auf steigungsarmen Höhenrouten (Tälernetz), wurden entwickelt. Ein wichtiges Vorhaben hierbei ist die Realisierung des "Ahrtal-Radweges" auf der alten Bahntrasse Blankenheim-Ahrtal, dessen Eröffnung im Juni 2005 gefeiert werden konnte. Zudem wird der Kreis Euskirchen, wie auch in den vergangenen Jahren, Rad-Aktionstage organisieren.

DIE ETAPPEN

Mit folgenden Etappen sind wir auf dem Weg zu unserem Ziel:

  • jährliche Rad-Aktionstage
  • Fahrradtouristisches Marketing in der Nordeifel
  • Konzeption für touristische Themenrouten
  • Tälernetz
  • Fahrrad und ÖPNV im Freizeitverkehr
  • Ausweisung von Mountain-Bike-Routen

Alltagsradfahren im ländlichen Raum

DAS ZIEL

Das Radwegenetz für das alltägliche Radfahren, also für Fahrten zur Schule, ins Büro oder zum Supermarkt, soll ausgebaut und verbessert werden.

DER WEG

Die kommunalen Radverkehrsnetze innerhalb des Kreises sowie die Radwegenetze zu den Nachbarkreisen sollen miteinander verbunden werden. In unserem ländlichen Bereich befahren Alltags- und Freizeitfahrer überwiegend die gleichen Wege, eine Verbesserung des Radverkehrsnetzes nutzt daher immer auch dem Fahrradtourismus. Mit der Harmonisierung der Wegweisung wird das Alltagsfahren vereinfacht. Im Rahmen von "Bike & Ride" soll das Fahrradparken am Bahnhof optimiert werden. Über eine Schülerbefragung an weiterführenden Schulen konnten interessante Ergebnisse zu Gefahrenpunkten im Radwegenetz erzielt werden, die gezielten Handlungsbedarf aufzeigen.

DIE ETAPPEN

Mit folgenden Etappen sind wir auf dem Weg zu unserem Ziel:

  • Schülerbefragung als Alltagsexperten im Radverkehr
  • Leitfaden für kommunale Radverkehrskonzepte
  • "Bike & Ride" im ländlichen Raum
  • Öffentlichkeitsarbeit zum Alltagsradverkehr

Konflikte in Natur und Landschaft

Burg Vogelsang und der Urftsee von oben Die Urftseeroute verläuft durch den Nationalpark Eifel: Naturschutz und Radfahren ergänzen sich hier. Großbildansicht

DAS ZIEL

Ziel ist es, Nutzungskonflikten zwischen dem Fahrradverkehr, insbesondere dem Fahrradtourismus, und den Belangen von Naturschutz, Forst- und Landwirtschaft vorzubeugen.

DER WEG

Über Abstimmung und Koordination sollen Nutzungskonflikte zwischen den einzelnen Interessensvertretern gelöst werden. Hierzu zählt die Klärung haftungsrechtlicher Fragen bei der Ausweisung von Radwanderrouten auf land- und forstwirtschaftlichen Wegen.

Die Durchführung und Finanzierung von Streckenkontrollen sowie die Unterhaltung der Radwanderwege sind vertraglich festzulegen. Hierzu wurde ein Mustervertrag erstellt. Durch eine gezielte Besucherlenkung, z.B. in Form von Mountainbike-Routen, sollen besonders schützenswerte Landschaften entlastet werden.

DIE ETAPPEN

Mit folgenden Etappen sind wir auf dem Weg zu unserem Ziel:

  • Mustervertrag: Vereinbarung über die Ausweisung eines landesweiten Radverkehrsnetzes
  • Klärung juristischer Fragen bei der Nutzung von Fahrradrouten auf land- und forstwirtschaftlichen Wegen
  • Leitfaden zur Planung und Gestaltung landschaftsbezogener Fahrradrouten
  • Einbindung von Fahrradtouren in die Naturschutzarbeit der vor Ort Tätigen
  • Lenkung von neuen Nutzungsansprüchen an Natur und Landschaft, z.B. durch die Ausweisung von Mountainbike-Touren