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Papageienkrankheit

Informationen zur Bekämpfung der Papageienkrankheit (Psittakose)

Krankheitserscheinungen bei den Sittichvögeln

Der Erreger der ansteckenden Papageienkrankheit ähnelt den Viren (Chlamydien). Außer Papageien und Sittichen können auch andere Vögel, Tauben, Exoten sowie Geflügel erkranken, bei denen die Krankheit als Ornithose bezeichnet wird.

Selten sind die Krankheitserscheinungen so offensichtlich, daß sie vom Besitzer erkannt werden. Häufig sind die Vögel nur latent erkrankt, d.h. sie machen einen gesunden Eindruck, sind aber schon Träger des Krankheitserregers und scheiden ihn mit dem Kot und dem Speichel aus. Gerade diese Tiere sind fähig zur Übertragung auf den Menschen. Erst durch besondere Einflüsse und Belastungen der Tiere von außen her (Streß), z.B. durch Transport, Zugwind oder Sauerstoffmangel sowie bei fehlender Ernährung, wie z.B. durch Unterversorgung mit Vitaminen und Jod, sowie bei starkem Parasitenbefall (Würmer) kann die Krankheit zum Ausbruch kommen.

Die sichtbar erkrankten Tiere sitzen mit gesträubtem Gefieder, meistens abgesondert von den anderen Vögeln, und zeigen keinen Appetit. Aus Augen und Nase tritt ein schleimiger Ausfluß. Häufig kommt Durchfall mit gelbgrünlichem Kot hinzu, der übel riecht und in schweren Fällen mit Blut vermischt sein kann. Der Tod kann schon nach einigen Tagen oder erst nach 2-3 Wochen eintreten.

Um die Krankheit eindeutig festzustellen, ist es notwendig, die eingegangenen Vögel sowie Kotproben von krankheitsverdächtigen Tieren umgehend zu untersuchen. Das Veterinäramt veranlaßt bei begründetem Verdacht entsprechende weiterführende Untersuchungen im Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt.

Nach den heutigen gesetzlichen Bestimmungen brauchen die Tiere nicht mehr getötet zu werden, sondern können einer tierärztlichen Behandlung mit Antibiotika unterzogen werden. Eine sofortige und intensive Behandlung ermöglicht eine baldige Genesung und verhindert die Ansteckung der übrigen Vögel.

Vorbeugungsmaßnahmen und Behandlung der erkrankten Tiere

Mit den heutigen Arzneimitteln (Antibiotika, insbesondere dem Chlortetracyclin) kann der Krankheitserreger wirksam bekämpft werden. Als vorbeugende Maßnahmeist es empfehlenswert, einmal im Jahr, am besten im Frühjahr, vor der Brutzeit eine Antibiotika-Kur bei den Zuchttieren durchzuführen. Bei Haltung in geschlossenen Räumen (Keller, Dachboden oder sonstigen Räumen) ist die Ansteckung für Mensch und Tier besonders groß, da beim Betreten des Raumes durch das Auffliegen der Vögel die Krankheitserreger mit dem feinen Staub des eingetrockneten Kotes hochgewirbelt und von den Atmungsorganen aufgenommen werden.

Die Fußböden solcher Räume sollten ständig von Kot befreit und feucht gereinigt werden. Hierbei hat sich mit einer 1 %igen Formalinlösung angefeuchtetes Sägemehl besonders bewährt.

Die Antibiotika-Kur im Frühjahr beeinträchtigt nicht das Brutgeschäft, sondern fördert erfahrungsgemäß die Leistung der Vögel. Für Wellensittiche und für Großsittiche sowie Papageien stehen entsprechende Medizinal-Futtermittel im Handel zur Verfügung. Für Wellensittiche ist das eine mit Chlortetracyclin getränkte und geschälte Hirse und für Großsittiche mit Chlortetracyclin zubereitete Preßlinge, die von den Vögeln nach kurzer Gewöhnungszeit angenommen werden. Es ist jedoch darauf zu achten, daß jedes Mal nur eine Tagesration verabreicht wird. Die Medizinalfutter sind verschreibungspflichtigund können daher nur über einen Tierarzt bezogen werden.

Zugekaufte Sittiche sollten grundsätzlich vor der Übernahme in den Bestand in einem Quarantänestall gehalten und einer vorbeugenden Behandlung gegen die Erreger der Psittakose unterzogen werden.

Beringung von Sittichvögeln / Nachweisbuch

Auf die gesetzlich vorgeschriebene Beringung grundsätzlich bei allen Sittichen und Papageien und auf die ordnungsgemäße Führung des Nachweisbuches wird ausdrücklich hingewiesen (§§ 2 und 4 der Psittakose-Verordnung).

Für die Kennzeichnung von Sittichen und Papageien sind Fußringe zu verwenden, die vom Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V., Postfach 1420, 63204 Langen (Tel.: 06103/91070, Fax: 06103/910724) abgegeben werden. Züchter und Händler haben dem Zentralverband nachzuweisen, dass sie im Besitz einer Erlaubnis nach § 17 g Satz 2 des Tierseuchengesetzes sind. Hierzu empfiehlt sich die Vorlage einer beglaubigten Abschrift oder Ablichtung.

Beim Führen des Nachweisbuches, das auch beim o. a. Zentralverband oder bei zoologischen Fachbetrieben / Handlungen erhältlich ist, muss jedes einzelne Tier mit Angabe der Sittichart und der Ringnummer sowie der Herkunft (auch eigene Nachzucht) eingetragen werden. Jungtiere sind zweckmäßigerweise dann zu beringen und in das Nachweisbuch einzutragen, bevor sie flügge werden. Bei der Abgabe der Sittichvögel sind genaue Angaben über Name und Wohnung des Erwerbers einzutragen und die Angaben, falls es sich um unbekannte Personen handelt, durch Einsicht in den Personalausweis zu überprüfen. Die Art des Ausweises ist in Spalte 9 des Nachweisbuches zu vermerken.

Es ist grundsätzlich nicht statthaft, bei Abgabe von Sittichen und Papageien die entsprechenden Fußringe lose mitzuliefern.

Verstöße gegen die o.a. Bestimmungen sind Ordnungswidrigkeiten und können mit Geldbußen bis zu 25.000 € geahndet werden.

Krankheitserscheinungen beim Menschen

Die Hauptinfektionsquelle für den Menschen ist eingetrockneter, den Erreger enthaltender Kot der Vögel, der mit dem Staub aufgewirbelt wird. Nach einer Inkubationszeit von 1-2 Wochen erkrankt der Mensch an grippeähnlichen Symptomen mit gleichzeitiger Störung des Allgemeinbefindens wie Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel und Schwäche. Dabei tritt anhaltend hohes Fieber ( 39 - 40° C) auf, das häufig von starken Gliederschmerzen vor allem im Schultergürtel begleitet ist. Später tritt Reizhusten auf, wobei es ab der 2. Woche zu einem zähen glasigen Auswurf kommt.

Wenn die Ursache der Erkrankung in diesem Stadium nicht erkannt wird, kann es zu einer herdförmigen Lungenentzündung kommen. Die dann auftretenden, toxisch bedingten Kreislaufstörungen können vor allem für Kinder und geschwächte Personen lebensgefährlich werden. Daher sollte der behandelnde Arzt bei derartigen Krankheitserscheinungen immer auf die Ansteckungsmöglichkeit durch gehaltene Sittichvögel hingewiesen werden. Bei gezielter Behandlung kann dann der Erkrankte in kurzer Zeit genesen.



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