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Landeshundegesetz, Landeshundeverordnung vom 18.12.2002


Seit dem 06. Juli 2000 war die "Ordnungsbehördliche Verordnung über das Halten, die Zucht, die Ausbildung und das Abrichten bestimmter Hunde" in Kraft getreten.

Die sogenannte "Landeshundeverordnung" traf eine Vielzahl von Regelungen zum Schutz der Bürger vor gefährlichen Hunden. Doch nicht nur Besitzer von Tieren, die als "Kampfhunde" eingestuft werden, sondern alle Halter großer Hunde müssen eine ganze Reihe von Vorschriften beachten.

Nun ist seit dem 18. Dezember 2002 das Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen in Kraft getreten. Es ersetzt die Landeshundeverordnung vom 06. Juli 2000.

1. Was müssen Hundehalter beachten?


Alle Hunde, die ausgewachsen eine Widerristhöhe (Schulterhöhe) von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg erreichen (großer Hund).

  • Große Hunde sind außerhalb eines befriedeten Besitztums innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen angeleint zu führen.
  • Die Haltung eines großen Hundes ist der zuständigen Behörde (Ordnungsamt) von der Halterin oder vom Halter anzuzeigen.
  • Seit dem 01. Januar 2002 müssen Sie
    • einen Sachkundenachweis erbringen sowie Ihre persönliche Zuverlässigkeit durch Vorlage eines Führungszeugnisses nachweisen,
    • den Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Ihren Hund nachweisen,
    • Ihren Hund auf Ihre Kosten mit einem Mikrochip kennzeichnen lassen, der Daten über Rasse, Größe, Gewicht, Fellfarbe und Chipnummer enthält und dieses dem örtlichen Ordnungsamt anzeigen.

2. Gefährliche Hunde


Als gefährlich gelten Hunde, die

a) auf Angriffslust oder Kampfbereitschaft oder Schärfe oder andere in der Wirkunggleichstehende Zuchtmerkmale gezüchtet werden oder die eine Ausbildung zum Nachteil des Menschen, zum Schutzhund oder eine Abrichtung auf Zivilschärfe begonnen oder abgeschlossen haben,
b) sich nach dem Gutachten des beamteten Tierarztes als bissig erwiesen haben,
c) in gefahrdrohender Weise einen Menschen angesprungen haben,
d) bewiesen haben, dass sie unkontrolliert Wild, Vieh, Katzen oder Hunde hetzen oder reißen.

Darüber hinaus hat das Ministerium festgelegt, dass bestimmte Hunde oder Rassen allein aufgrund ihrer genetischen Beschaffenheit als gefährlich einzustufen sind.

Gefährliche Hunde sind Hunde der Rassen Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden. Kreuzungen nach Satz 1 sind Hunde, bei denen der Phänotyp einer der dort genannten Rassen deutlich hervortritt. In Zweifelsfällen hat die Halterin oder der Halter nachzuweisen, dass eine Kreuzung nach Satz 1 nicht vorliegt.

3. Halter eines gefährlichen Hundes müssen folgendes beachten:

 

  • Es gilt genereller Leinen- und Maulkorbzwang außerhalb befriedeten Besitztums, bei Mehrfamilienhäusern auf Zuwegen und in deren Treppenhäusern, auf öffentlichen Straßen und Plätzen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und in öffentlichen Räumen. Diese Hunde dürfen nur von dem befähigten Halter oder von anderen Aufsichtspersonen geführt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und von der körperlichen Konstitution her in der Lage sind, den Hund sicher an der Leine zu halten.
  • Wer einen gefährlichen Hund hält oder halten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen
    Behörde. Die Erlaubnis wird nur erteilt, wenn die den Antrag stellende Person
    • in der Lage ist, den Hund sicher an der Leine zu halten und zu führen
    • das 18. Lebensjahr vollendet hat,
    • Ihre Sachkunde gegenüber der für den Vollzug des Tierschutzgesetzes zuständigen Behörde nachgewiesen hat,
    • die erforderliche Zuverlässigkeit besitzt,
    • die der Zucht, der Ausbildung, dem Abrichten oder dem Halten dienenden Räumlichkeiten, Einrichtungen und Freianlagen eine verhaltensgerechte und ausbruchsichere Unterbringung ermöglichen, so daß die körperliche Unversehrtheit von Mensch oder Tier nicht gefährdet wird,
    • den Abschluß einer Tierhalterhaftpflichtversicherung für jeden Hund nachweist,
    • den Nachweis über die Kennzeichnung des Hundes mit einem Mikrochip erbringt.

Als Halter eines gefährlichen Hundes wird Ihnen die Erlaubnis nur dann erteilt, wenn Sie neben den o.a. Voraussetzungen ein überwiegendes besonderes Interesse für das Halten, die Ausbildung oder das Abrichten nachweisen. Ein überwiegendes besonderes Interesse kann insbesondere dann vorliegen, wenn es der Bewachung eines gefährdeten Besitztums dient. Die Zucht mit als gefährlich aufgeführten Hunden ist verboten.




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Ansprechpartner

Landeshundegesetz

Herr Walter Wolff
Tel.: 02251/15-253
E-Mail: walter.wolff@kreis-euskirchen.de

Frau Birgit Hoffmann
Tel.: 02251/15-254
E-Mail: birgit.hoffmann@kreis-euskirchen.de

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