Haupttext | Hauptmenü | Untermenü | Infoboxen


Rubrikillustration Bürgerservice
Karte - Euskirchen

Der kleine Fuchsbandwurm

Aufenthaltsort, Lebenswandel und Fortpflanzung

Der Fuchsbandwurm ist einer der Parasiten, die in unseren Breitengraden vorkommen und beim Menschen eine sehr seltene, aber mitunter lebenslängliche Erkrankung verursachen.
Durch die, in den letzten Jahren stark angestiegene Zahl der Füchse ist auch die Sorge über eine Ansteckung mit dem Echinococcus multilocularis (Kleiner Fuchsbandwurm) parallel dazu angestiegen.

Grundsätzlich kommt er im Darm des Fuchses vor, aber auch im Darm von Hund und Katze.

Er ist nur wenige Millimeter groß und besteht aus einem Kopf mit Saugnäpfen, die zum Anheften an die Darmwand dienen und aus 3 bis 5 Gliedern, die ständig neu gebildet werden können. Diese erneuerbaren Endglieder werden, sobald sie voll reifer Fuchsbandwurmeier sind, abgestoßen und gelangen so über den Kot in die Umwelt.

Hier nimmt sie ein "Zwischenwirt" auf. Dies sind in den meisten Fällen Kleinnager wie z. B. Mäuse oder Bisamratten. Im Darm des Zwischenwirtes schlüpfen dann kleine Larven aus den Eiern, die dann in erster Linie zur Leber wandern. Hier wachsen sie tumorähnlich zu einer großen Menge von Bandwurmanlagen heran, die langsam das Lebergewebe zerstören.

Der Kreislauf wird geschlossen, wenn der Zwischenwirt von einem "Endwirt", beispielsweise einem Fuchs, gefressen wird. In dessen Darm entwickeln sich die Larven dann zu einem erwachsenen Bandwurm.

Wie die Nagetiere kann sich auch der Mensch über kontaminierte Nahrung (Pilze, Waldfrüchte usw.) anstecken.

Der Fuchsbandwurm ist grundsätzlich in ganz Deutschland und allen angrenzenden Ländern angesiedelt.

Die Befallsraten der Füchse unterliegen innerhalb von Deutschland jedoch einer großen Spanne, so sind in den Regionen Baden-Württembergs ca. 64%, in Sachsen weniger als 1% und in Nordrhein-Westfalen bis zu 30% der Füchse mit dem Kleinen Fuchsbandwurm befallen.
Kreislauf der Infektion Kreislauf des Fuchsbandwurms Großbildansicht
Der Kreislauf wird geschlossen, wenn der Zwischenwirt von einem "Endwirt", beispielsweise einem Fuchs, gefressen wird. In dessen Darm entwickeln sich die Larven dann zu einem erwachsenen Bandwurm.

Wie die Nagetiere kann sich auch der Mensch über kontaminierte Nahrung (Pilze, Waldfrüchte usw.) anstecken.

Der Fuchsbandwurm ist grundsätzlich in ganz Deutschland und allen angrenzenden Ländern angesiedelt.

Die Befallsraten der Füchse unterliegen innerhalb von Deutschland jedoch einer großen Spanne, so sind in den Regionen Baden-Württembergs ca. 64%, in Sachsen weniger als 1% und in Nordrhein-Westfalen bis zu 30% der Füchse mit dem Kleinen Fuchsbandwurm befallen.

Infektionsrisiko und Inkubationszeit

Der Mensch infiziert sich, indem er Fuchsbandwurmeier aus dem Kot eines Endwirtes (Fuchs, Hund, Katze ...) aufnimmt. Dies kann zum einen durch einen engen Tierkontakt mit dem eigenen Haustier oder durch kontaminierte Lebensmittel geschehen.
Nicht nur Waldfrüchte und Pilze können durch den Kot der Tiere kontaminiert sein, sondern auch Fallobst und Kulturgemüse aus Hausgärten.

Einer besonderen Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind Jäger, Tierärzte, Tierpräparatoren, Landwirte und Kleintierbesitzer durch direkten oder indirekten Kontakt mit befallenen Kot von Füchsen, Hunden und Katzen.

Zwischen Aufnahme von Fuchsbandwurmeiern und dem Auftreten der ersten klinischen Beschwerden beim Menschen können Monate bis Jahre vergehen, wodurch sich kein Betroffener mehr an die Ansteckungsursache erinnern kann.

Beim Krankheitsbild des Menschen handelt es sich um einen fehlgeleiteten Entwicklungszyklus des Kleines Fuchsbandwurmes, wobei der Mensch die Funktion eines Zwischenwirtes (wie z. B. Maus) hat.

Erkrankung und deren Folgen

Menschen, die sich mit dem Kleinen Fuchsbandwurm infiziert haben, können an Echinococcose (Befall innerer Organe mit einem Zwischenstadium des Fuchsbandwurmes) erkranken, dies ist aber nicht zwangsläufig der Fall. Im günstigsten Fall kann sich das Immunsystem erfolgreich mit dem Parasiten auseinandersetzen und diesen inaktivieren.
Sollte es jedoch zu einer Erkrankung kommen, fallen die Symptome beim Menschen sehr unterschiedlich und unspezifisch aus. Dadurch werden sie oftmals nicht oder zu spät diagnostiziert. Ist es bereits zu einem Befall von Leber, Lunge, Nieren, Milz oder Gehirn gekommen, ist eine medikamentöse Behandlung nicht mehr möglich. Jetzt kann nur noch durch aufwendige Operationen versucht werden, die infiltrativ ins Organgewebe vorgedrungenen Finnenstadien zu entfernen. Da es nicht immer möglich ist, das infiltrierte Gewebe komplett zu entfernen, werden häufig Folgeoperationen notwendig.

Vorbeugende Maßnahmen

Hunde und Katzen als Endwirte des Fuchsbandwurmes zeigen in der Regel selbst bei starkem Befall keinerlei Krankheitserscheinungen, daher ist eine Diagnose sehr schwierig. Aus diesem Grund sollten sie regelmäßig einer Wurmkur unterzogen werden (genauere Informationen können beim Tierarzt nachgefragt werden).

Der Mensch hingegen muß vorbeugend handeln, da es kein Medikament und keinen Impfstoff zur vorbeugenden Behandlung gibt. Es empfiehlt sich, gewisse Hygienemaßnahmen durchzuführen, damit eine Infektion ausgeschlossen werden kann.

  • Pilze, Waldfrüchte, Freilandgemüse und dergleichen sollten vorher in jedem Fall gewaschen und wenn möglich auch gekocht werden! Alternative zum kochen: Alles trocknen, innerhalb von wenigen Tagen sterben die Fuchsbandwurmeier ab.
  • Hände nach Wald-, Feld-, oder Gartenarbeiten immer gründlich waschen, da es sich nicht ausschließen läßt, daß die winzigen Eier auch durch den Wind weitergetragen werden. So kann man auf einfachste Weise einer Infektion vorbeugen.

Achtung: Einfrieren hat keine Wirkung, da die Eier erst ab minus 80°C abgetötet werden. Auch ein arbeiten mit handelsüblichen Desinfektionsmitteln zeigt keinerlei Wirkung.




Infoboxen

Kreishaus

Rückansicht Kreishaus

Allgemeine Servicezeiten

Mo. - Do.: 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr
Freitag: 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr

Hausanschrift

Kreis Euskirchen
Jülicher Ring 32, 53879 Euskirchen

Postanschrift

Kreisverwaltung Euskirchen
53877 Euskirchen

Telefon & Fax

Telefon: 02251/15-0
Telefax: 02251/15-666

Anfahrt & Öffnungszeiten

Anfahrtswege und abweichende Öffnungzeiten finden Sie in der Rubrik Kreishaus.