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Blauzungenkrankheit: Pflichtimpfung

Nach den ersten Ausbrüchen der Blauzungenkrankheit (Bt) der Wiederkäuer in der EUREGIO MAAS-RHEIN im Jahre 2006 hat sich diese Viruskrankheit mittlerweile in ganz  Deutschland und den westlichen Nachbarstaaten ausgebreitet. Im letzten Jahr waren bundesweit mehr als 23.000 Bestände betroffen. Die massive und schnelle Ausbreitung der Blauzungenkrankheit (Bt) und die hohen wirtschaftlichen Verluste (in NRW wurden allein für Schafe mehr als 15 Mio. € Entschädigung gezahlt) haben den Gesetzgeber veranlasst, eine Pflichtimpfung für Rinder, Schafe und Ziegen einzuführen, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht.

Mittlerweile sind mehrere Impfstoffe neu entwickelt worden, die in den einzelnen Landesteilen von NRW zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgeliefert und angewendet werden sollen. Dieses Verfahren ist mit der Europäischen Kommission abgestimmt und wird von dort auch kofinanziert, was zu einem erhöhten bürokratischen Aufwand führt. Mit dem Beginn der Impfungen ist im Kreis Euskirchen nicht vor Ende Mai 2008 zu rechnen. Da die Abgabe des Impfstoffes ausschließlich über die Veterinärämter läuft, müssen zur Organisation der Impfstoffabgabe an die Hoftierärzte die notwendigen Bedarfszahlen ermittelt werden.

Daher werden alle bei der Tierseuchenkasse gemeldeten Rinder-, Schaf- und Ziegenhalter in den nächsten Tagen von ihrem Veterinäramt ein Schreiben erhalten, in dem die Impfprozedur erläutert und die notwendigen Bestandsangaben abgefragt  werden. Außerdem werden die Tierhalter aufgefordert, einen Tierarzt ihrer Wahl mit der Impfung zu beauftragen. Dies braucht gerade bei Schaf- oder Ziegenhaltern mit wenigen Tieren eine gewisse Vorlaufzeit, da diese in der Regel noch keinen "Hoftierarzt" haben.

Die Tierseuchenkasse des Landes NRW (TSK, Nevinghoff 6, 48147 Münster) übernimmt die Impfstoffkosten und tierärztlichen Impfgebühren im Jahr 2008 nur bei den Tierhaltern, die auch bei der TSK gemeldet sind. Außerdem entschädigt sie bei diesen Tierhaltern durch die Blauzungenkrankheit bedingte Tierverluste und eventuell auftretende Impfschäden. Nicht bei der Tierseuchenkasse gemeldete  Tierhalter haben bei Tierverlusten keinen Anspruch auf Entschädigung. Da sie behördlich nicht bekannt sind, können ihre Tiere nicht geimpft werden, was wiederum das Risiko erhöht, Tierverluste zu erleiden.

Dieses Mitgliedssolidarprinzip der Tierseuchenkasse gilt natürlich auch bei anderen gefährlichen und verlustreichen Tierseuchen wie Schweinepest, Geflügelpest oder Infektiöser Anämie der Pferde. Das Veterinäramt appelliert daher nochmals an alle Halter von landwirtschaftlichen Nutztieren (Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen, Gehegewild, Schweine, Geflügel und Bienen) in Zeiten einer zunehmenden Gefahr exotischer Tierseuchen auch im eigenen Interesse ihren Meldeverpflichtungen gemäß der Viehverkehrsverordnung nachzukommen. Die Meldeverpflichtung gilt bereits ab dem 1. gehaltenen Tier, auch wenn es sich vordergründig um eine Hobbytierhaltung handelt.

Für Rückfragen steht Ihnen die Veterinär u. Lebensmittelüberwachung des Kreises Euskirchen unter Tel.: 02251/15-254 zur Verfügung.




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