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Jagd & Jagen

Allgemeine Informationen zum Thema

Jagdausübung

Die Berechtigung zur Ausübung der Jagd ist in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich an eine bestimmte Grundbesitz-Fläche gebunden. Jagdberechtigt ist nur der Eigentümer oder Pächter von (je nach Länderregelung) mindestens 75 ha (Eigenjagdbezirk) oder 150 ha (Gemeinschaftlicher Jagdbezirk) zusammenhängender land-, forst- oder fischereiwirtschaftlich nutzbarer Fläche, Besitzer kleinerer Flächen können sich zu einer Jagdgenossenschaft zusammenschließen (Gemeinde- bzw. Genossenschaftsjagd).

Arten der Jagd

Die Jagd wird ausgeübt z. B. als:

1. Suche mit Vorstehhunden auf Rebhühner, Hasen u. a.;
2. Pirsch, durch Anschleichen an das Wild;
3. Anstand, Ansitz;
4. Drück- und Treibjagd;
5. Graben (Ausgraben, Erdjagd) von Füchsen und Dachsen;
6. Frettieren, Kaninchenjagd mit Frettchen;
7. Beizjagd mit dem Greifvogel

Beizjagd nennt man die Jagd mit dem Greifvogel wie z. B. Falke, Habicht, Sperber und Adler. Die Beize leitet sich von dem Wort "beißen" ab.
Wer heutzutage die Beizjagd ausüben will, braucht hierzu einen Falknerjagschein (Falknerprüfung, eingeschränkte Jägerprüfung und Beizerlaubnis). Die eingeschränkte Jägerprüfung wird bei der örtlich zuständigen Unteren Jagdbehörde abgelegt.

Frettieren nennt man die Jagd mit dem Frettchen (domestizierte Iltisse). Beim Frettieren treiben die Frettchen Kaninchen aus ihren Bauen, damit diese erlegt bzw. mit Netzen gefangen werden können.

Das Jagen

Das Jagen ist das waidgerechte, d. h. den Jagdvorschriften und Jagdtraditionen entsprechende Verfolgen, Erlegen und Fangen von jagdbaren Tieren durch den Jäger (Waidmann).
Ausgeübt wird die Jagd nur auf jagdbare Tiere (Wild). Dies sind Tiere, deren Fang oder Tötung gesetzlich (Bundes-/Landesjagdgesetz) nur dem Jagdberechtigten zusteht. Die jagdbaren Säugetiere und Vögel sind in den Jagdgesetzen der jeweiligen Bundesländer aufgeführt, für sie gelten besondere Abschuss- und Schonvorschriften.

Die Jagdzeitenverordnung ist die aufgrund des Bundesjagdgesetzes festgelegte Jagdzeiten-Regelung für einzelne Wildarten in der Bundesrepublik Deutschland; sie ist eine Rahmenregelung, die durch die Jagdgesetze der einzelnen Bundesländer aus Gründen der Hege verkürzt oder aufgehoben werden kann, jedoch nicht verlängert werden darf.

Hochwildjagd & Niederwildjagd

Die Jagd wurde vormals eingeteilt in die "Hohe Jagd" (Hochwildjagd) und "Niedere Jagd" (Niederwildjagd). Diese Einteilung richtet sich nach den Wildarten und war besonders von Bedeutung, als das Jagdregal noch in Kraft war; heute wird das zur hohen Jagd gehörende Wild von der Jagdbehörde zum Abschuss freigegeben (Jagdzeitenverordnung).

Die historische Bezeichnung "Hohe Jagd" gilt für die Jagd auf edles Wild, die dem Fürsten oder Landesherrn vorbehalten war. Hierzu gehören das Schalenwild (mit Ausnahme von Rehwild, Bär, Luchs und Wolf) sowie vom Federwild: Auerhuhn, Stein- und Seeadler.

Die historische Bezeichnung "Niedere Jagd", bezeichnet die Jagd auf Tiere der niederen Jagd (Niederwild), welche auch vom niederen Adel gejagt werden durften. Hierzu gehören , z. B. Rehwild, Marder, Fuchs, Hase, Dachs, Schnepfe, Wildente.




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