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Rubrikillustration Bürgerservice
Karte - Euskirchen

BAföG - Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz

1. Wo wird der Antrag gestellt?


Von Ausnahmefällen abgesehen ist die BAföG-Stelle zuständig, in deren Bezirk sich der Wohnort befindet.

Wenn Sie im Kreis Euskirchen wohnen und weitere Fragen haben, setzen Sie sich mit den Sachbearbeiterinnen der BAföG-Stelle in Verbindung.

Die zuständige BAföG-Stelle für

  • Studierende ist das Studentenwerk am Studienort.
  • Azubis an Abendgymnasien, Kollegs, Höheren Fachschulen und Akademien ist das Amt für Ausbildungsförderung, in dessen Bezirk sich die Ausbildungsstätte befindet.
  • alle anderen Schüler ist das Amt für Ausbildungsförderung der Stadt-/Kreisverwaltung am Wohnort der Eltern.

2. Wer erhält Leistungen nach dem BAföG?

Für den Schulbesuch stehen Schülerinnen und Schüler unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zu.

a) Schulform 

Ausbildungsförderung wird geleistet für den Besuch von

  1. - weiterführenden allgemeinbildenden Schulen (z. B. Haupt-, Real- und Gesamtschulen, Gymnasien) ab Klasse 10,
    - Berufsfachschulen, einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung (z. B. Berufsvorbereitungsjahr) ab Klasse 10,
    - Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, wenn nachfolgende Anforderungen erfüllt sind.

    Für den Besuch in den Absatz 1 bezeichneten Ausbildungsstätten wird Ausbildungsförderung nur geleistet, wenn der Auszubildende nicht bei seinen Eltern wohnt und

    • von der Wohnung der Eltern aus eine entsprechende zumutbare Ausbildungsstätte nicht erreichbar ist,
    • einen eigenen Haushalt führt und verheiratet ist oder war,
    • einen eigenen Haushalt führt und mit mindestens einem Kind zusammenlebt.
  2. Fachschul- und Berufsfachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, sofern sie in einem zumindest 2jährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln,
  3. Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt,
  4. Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen. Abendgymnasien und Kollegs,
  5. Höhere Fachschulen und Akademien.

b) Staatsangehörigkeit 
Ausbildungsförderung wird zunächst für Deutsche geleistet. Daneben erhalten bestimmte ausländische Auszubildende Förderung, wenn z. B. ein Elternteil Deutscher oder der Auszubildende Asylberechtigter, aufgenommener Flüchtling oder Heimatloser ist. In weitem Umfang sind auch Auszubildende aus EU-Mitgliedstaaten mit inländischem Wohnsitz in den Förderungsbereich des BAföG einbezogen. Anderen Ausländern wird im Regelfall Ausbildungsförderung geleistet, wenn sie oder zumindest ein Elternteil vor Beginn der Ausbildung fünf bzw. drei Jahre in Deutschland erwerbstätig sind.

c) Alter
Schüler und Studierende können grundsätzlich nur gefördert werden, wenn sie vor Vollendung des 30. Lebensjahres eine Ausbildung beginnen, für die sie Förderung beantragen. Wer nach Vollendung des 30. Lebensjahres eine Ausbildung beginnt, erhält nur in bestimmten Ausnahmefällen Ausbildungsförderung.

3. Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe der Förderung richtet sich nach der besuchten Schulform und beträgt zwischen 212 € und 643 €.

Die Ausbildungsförderung wird als Zuschuß gewährt, d. h. die Leistungen brauchen nicht zurückgezahlt zu werden. Studentenförderung wird zur Hälfte als Zuschuß und zur Hälfte als unverzinsliches Staatsdarlehen gewährt.

BAföG wird ab dem Antragsmonat gezahlt, frühestens aber ab Aufnahme der Ausbildung. Bitte rechtzeitig von Aufnahme der Ausbildung den Antrag stellen!

4. Welches Einkommen wird angerechnet?

Das Einkommen des Auszubildenden während des Schulbesuchs (z. B. Waisenrente, Aushilfsjob) und das Einkommen der Eltern und evtl. des Ehepartners aus dem vorletzten Kalenderjahr werden auf den Bedarfssatz angerechnet. Einkommen und Vermögen der Eltern bleiben ferner u.a. auch dann außer Betracht, wenn
  • der Aufenthaltsort der Eltern nicht bekannt ist oder sie keinen Unterhalt leisten können,
  • ein Abendgymnasium oder Kolleg besucht wird,
  • der Auszubildende bei Beginn des Ausbildungsabschnitts das 30. Lebensjahr vollendet hat,
  • bei Beginn des Ausbildungsabschnitts nach Abschluß einer vorhergehenden, zumindest dreijährigen berufsqualifizierenden Ausbildung drei Jahre, oder im Falle einer kürzeren Ausbildung entsprechend länger erwerbstätig war.

Feste Grenzen für das Einkommen der Eltern gibt es nicht. Sie richten sich u.a. auch nach dem Familienstand, der Zahl der Kinder und der Art des Einkommens. 

Für die Antragsbearbeitung wird eine Kopie des Steuerbescheides des vorletzten Jahres, die Lohnsteuerkarte oder die vom Arbeitgeber der Eltern bzw. des Ehepartners ausgefüllte Verdienstbescheinigung benötigt. Steuerfreie Einkünfte, wie z. B. Arbeitslosen- oder Krankengeld müssen durch entsprechende Kopien nachgewiesen werden. Ist das Einkommen im Bewilligungszeitraum wesentlich niedriger als im vorletzten Jahr, kann ein Antrag nach § 24 Abs. 3 BAföG
gestellt werden.




Infoboxen

BAföG-Stelle

Anschrift

Zimmer C 038, Jülicher Ring 32
53879 Euskirchen

Ansprechpartner

... finden Sie in der Virtuellen Verwaltung

Sprechtage

Mittwoch + Donnerstag
je 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr

Telefonische Erreichbarkeit

Mo. - Fr.: 8.30 Uhr - 12.30 Uhr
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BAföG-Hotline

des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:
0800/2236341

online-Antrag auf BAföG

Auf der BAföG-Online Seite des Landes Nordrhein-Westfalen
können Sie online einen Antrag auf Ausbildungsförderung stellen.

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