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Rubrikillustration Bürgerservice
Karte - Euskirchen

Projekte des Kommunalen Integrationszentrums

Übersetzungshilfe-Pool

KooperationspartnerInnen Übersetzungshilfe-Pool KooperationspartnerInnen Übersetzungshilfe-Pool | Foto: © W. Andres / Kreisverwaltung Euskirchen Großbildansicht

Wenn die Verständigung aufgrund sprachlicher Barrieren nicht gelingt oder Schwierigkeiten verursacht, kann hier eine Übersetzungshilfe entlasten. Das KoBIZ bietet hierfür in Kooperation mit der Integrationsagentur des DRK Euskirchen, dem Jugendmigrationsdienstes Euskirchen und dem Caritasverband Euskirchen einen zentralen "Übersetzungshilfe-Pool" an.

Die Übersetzungshelfenden sind mehrsprachige Personen, die keine professionelle Ausbildung zum Dolmetscher/Übersetzer o.Ä. haben. Sie leisten einen freiwilligen Beitrag zur Unterstützung von Migrant/innen in ihrer Muttersprache und erbringen keine Leistung im Sinne eines zertifizierten Sprachmittlers.

Für ihr Engagement erhalten die Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung von 15,- € je angefangene Stunde und ihre Fahrtkosten werden ggf. erstattet. Der Übersetzungshilfe-Pool vermittelt die Übersetzungshelferinnen und Übersetzungshelfer an anfragende Institutionen und unterstützt sie in ihrem Engagement. Im Rahmen ihrer Tätigkeit können die Übersetzungshelfenden außerdem Schulungen und Netzwerktreffen des Übersetzungshilfe-Pools teilnehmen.

Wenn Sie eine/n Übersetzungshelfer/in brauchen, finden Sie hier das entsprechende Formular für die Anfrage.  Wenn Sie selbst als Übersetzungshelfer/in tätig werden wollen, können Sie auch hier das entsprechende Formular ausfüllen. 

Kontakt: Cosima Wernecke, Tel. 02251 15-1331 E-Mail: cosima.wernecke@kreis-euskirchen.de

Arbeitskreis der Flüchtlings- und Ehrenamts-Koordinatorinnen und Koordinatoren der Kommunen und Kirchengemeinden

Etwa alle zwei Monate treffen sich die von den Kommunen oder Kirchengemeinden beauftragten Koordinatorinnen und Koordinatoren. Gemeinsamer Schwerpunkt ist die Arbeit mit den Geflüchteten und mit den ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger. Kommunen, Kirchengemeinden und die Kreisverwaltung sehen die vielen Aufgaben, die im Rahmen der Integration auf die Gesellschaft zukommen. Auch wird gesehen, wie wichtig die Einbindung der ehrenamtlich Engagierten ist, ohne die die Integration kaum zu schaffen wäre. Die Treffen dienen zum Austausch, zur gegenseitigen Beratung bis hin zur Planung von Projekten.

Kontakt: Roland Kuhlen Tel. 02251/15-538 E-Mail: roland.kuhlen@kreis-euskirchen.de

Herkunftssprachlicher Unterricht im Kreis Euskirchen (HSU)

Was ist herkunftssprachlicher Unterricht?

Der herkunftssprachliche Unterricht ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, die zweisprachig aufwachsen. Dieser Unterricht trägt zum Erhalt der Mehrsprachigkeit bei. Für die Kinder und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte sind die mitgebrachten Herkunftssprachen und die Kultur der Herkunftsländer Teil ihrer Identität; sie sind für ihre Persönlichkeitsentwicklung von besonderer Bedeutung. Darum wird durch das Land Nordrhein- Westfalen an den allgemeinbildenden Schulen Unterricht in den am meisten gesprochenen Herkunftssprachen angeboten.

Aufgabe des Unterrichtes ist es, auf der Grundlage des gültigen Lehrplanes die herkunftssprachlichen Fähigkeiten in Wort und Schrift zu erhalten, zu erweitern und wichtige interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln. Dabei ist jedoch zu beachten, dass bei den Schülerinnen und Schülern, welche bei ihrem Eintritt in die Schule noch nicht über die notwendigen deutschen Sprachkenntnisse verfügen, das Erlernen und Beherrschen der deutschen Sprache absoluten Vorrang vor jeder anderen Zielsetzung des Unterrichts hat. Dieses bedeutet auch, dass der HSU außerhalb der regulären Unterrichtszeit, in der Regel nachmittags, stattfindet.

Die Sprachprüfung

Der herkunftssprachliche Unterricht ist nicht im gleichen Maß versetzungs- und abschlusswirksam wie der Regelunterricht. Positive Leistungen werden aber bei Versetzungen im Rahmen des pädagogischen Urteils über die Gesamtentwicklung einer Schülerin oder eines Schülers berücksichtigt.

Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig am herkunfts-sprachlichen Unterricht teilgenommen haben, legen am Ende ihres Bildungsgangs in der Sekundarstufe I eine Sprachprüfung ab. Die Teilnahme an der Sprachprüfung ist für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich. Die Sprachprüfungen sind auf der Anspruchshöhe aller Abschlüsse der Sekundarstufe I möglich.

Das Ergebnis der Prüfung wird im Abschlusszeugnis bescheinigt. Dabei wird unter "Leistung" die Prüfungsnote und unter "Bemerkung" angegeben, dass die Note auf einer Sprachprüfung nach Teilnahme am HSU beruht und auf welcher Anspruchshöhe sie abgelegt wurde (BASS 13-63 Nr. 3/Nr. 6.3). Eine separate Bescheinigung wird dem Schüler/der Schülerin ausgehändigt.

Bei Vergabe der Abschlüsse gem. §§ 38 bis 40 APO-SI kann eine mindestens gute Leistung in der Sprachprüfung eine mangelhafte Leistung in einer Fremdsprache ausgleichen!!!! (BASS 13-63 Nr.3/Nr. 63)

Wer kann teilnehmen?

Grundsätzlich kann jeder Schüler und jede Schülerin mit Zuwanderungsgeschichte am HSU in der jeweiligen Herkunftssprache teilnehmen, sofern ein entsprechendes Angebot vorgehalten werden kann. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass bereits Grundkenntnisse der Herkunftssprache vorhanden sind und in der Familie gepflegt werden. Ausgenommen sind jedoch Schülerinnen und Schüler, welche durch die Teilnahme am HSU dem Regelunterricht nicht mehr folgen können und das Unterrichtsziel somit gefährdet ist. Hier berät die Schule die Eltern/Erziehungsberechtigten.

Wie melde ich mich an?

Die Schulen informieren die Eltern/Erziehungsberechtigten bei der Anmeldung zur Einschulung/ Wechsel in die Sekundarstufe I darüber, dass für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit besteht, am HSU teilzunehmen. Sie händigen interessierten Eltern/ Erziehungsberechtigten das jeweils aktuelle Anmeldeformular des Schulamtes aus. Die vollständig und leserlich ausgefüllte von den Eltern/Erziehungsberechtigten unterschriebene Anmeldung wird über die Schule, versehen mit dem Schulstempel und dem Eingangsdatum in der Schule, an das Schulamt weiter geleitet.

Wann wird herkunftssprachlicher Unterricht eingerichtet?

Herkunftssprachlicher Unterricht wird in der Primarstufe angeboten, wenn eine mindestens 15 Schülerinnen und Schüler umfassende Lerngruppe dauerhaft ermöglicht werden kann. Herkunftssprachlicher Unterricht in der Sekundarstufe I kann stattfinden, wenn mindestens 18 Schülerinnen und Schüler gleicher Herkunftssprache dauerhaft teilnehmen.
Wird an der Schule die Lerngruppengröße auch bei jahrgangsübergreifendem Unterricht nicht erreicht, informiert die Schule hierüber die Schulaufsichtsbehörde. Die Schulaufsichtsbehörde entscheidet über die Einrichtung schulübergreifender Lerngruppen.

Kontakt:

Schulamt für den Kreis Euskirchen, Schulrat Thomas Rellecke, Tel.: 02251 15-529, E-Mail: thomas.rellecke@kreis-euskirchen.de

Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum, Ilhan Güngör, Tel.: 02251 15-503, E-Mail: ilhan.guengoer@kreis-euskirchen.de

 

 

Info-Reihen für in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger

Den dringlichsten Bedarf hinsichtlich der Unterstützung des Ehrenamts in der Flüchtlingshilfe sieht das KI in der Entwicklung und Begleitung mehrerer Bildungsreihen für ehrenamtlich Engagierte. Daher möchte das KI insbesondere die Bildung und Unterstützung der Ehrenamtlichen durch mehrere Bildungsreihen gewährleisten und Bildungsreihen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten entwickeln und begleiten. Bisher wurden Info-Reihen durchgeführt in Kooperation mit: • Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V., Aktion Neue Nachbarn (Sitz in der Stadt Euskirchen, Erzbistum Köln) • Caritasverband für die Region Eifel e.V. (Sitz in der Stadt Schleiden, Bistum Aachen) Die bisherigen Termine umfassten Informationen zu den Herkunftsländern Syrien, Eritrea, Irak, Afghanistan und den Maghreb-Staaten. Daneben gab es Vorträge u.a. zu den Themen Asylrecht, Arbeit und Ausbildung, Trauma und interreligiösen Dialog. Auch wurde über Ethnien wie Roma und Kurden informiert.

Aktuelle Termine werden veröffentlicht unter: https://www.kreis-euskirchen.de/service/kobiz/KIAktuelles.php

Kontakt: Roland Kuhlen Tel. 02251/15-538 E-Mail: roland.kuhlen@kreis-euskirchen.de

Integrationsbericht des Kreises Euskirchen

Im Integrationsbericht "Vielfalt leben im Kreis Euskirchen" sind alle Projekte aus dem Kommunalen Integrationszentrum im Detail beschrieben.

Beispielhaft werden hier einige Projekte vorgestellt.

Interkulturelle Gemeinschaftsgärtnerinnen und -gärtner gesucht

Stammtisch Tafel Zülpich Stammtisch Tafel Zülpich | Foto: © Vera Secker Großbildansicht

In Zülpich werden Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler jeglichen Alters und jeglicher Nationalität mit Freude an der gemeinsamen Gartenarbeit und an der Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Kulturen gesucht. Obst, Gemüse, Kräuter und Blumen wachsen im ehemaligen Freizeitgarten der LAGA im Wallgraben prächtig.

Dank der Unterstützung des Kreises Euskirchen, der LaGa GmbH, des FairZülpich e.V. und des Runden Tisches Flüchtlingsarbeit Zülpich entsteht seit Anfang 2016 ein Gemeinschaftsgarten, in dem Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sich begegnen und gemeinsam gärtnern können.

Zahlreiche Obst- und Gemüsepflanzen sowie eingefasste Beete (z.T. Hochbeete) laden im Freizeitgarten zu einer weiteren gärtnerischen Nutzung ein. Auf der Terrasse und im regengeschützten Pavillon mit voll ausgestatteter Küche kann die Ernte verarbeitet und verkostet werden.

Die Initiative "Interkultureller Garten Zülpich", bestehend aus 6-8 Personen, sucht weitere Interessierte mit Freude am gemeinschaftlichen Gärtnern sowie für die Planung und Durchführung von Angeboten in diesem Garten. Wer den Interkulturellen Garten kennenlernen möchte, ist herzlich zum spontanen Mitgärtnern eingeladen.

Der Garten befindet sich im Bachsteinweg 1, zwischen Weiertor und Bachtor in Zülpich. Nächste Treffen sind zu Beginn der Gartensaison geplant.

Kontakt: Vera Secker, Email: vera.secker@kreis-euskirchen.de, Telefon: 02251/15-535

KOMM AN NRW

Förderung der Integration von Geflüchteten in den Kommunen In dem Landesprogramm steht vor allem die Stärkung und Begleitung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe, insbesondere durch die Förderung von Ankommenstreffpunkten, im Zentrum. Der Programmteil I beschäftigt sich mit der Koordination, Vernetzung, Unterstützung und Qualifizierung von Ehrenamtlichen und Geflüchteten und dem Ausbau von Kooperationen und Netzwerken. Im Programmteil II wird auf die Bedarfslagen in den Kommunen eingegangen. Gefördert werden u.a. Ankommenstreffpunkte, Angebote des Zusammenkommens und der Begleitung, Internetseiten, Printmedien, Übersetzungen und Qualifizierung von Ehrenamtlichen.

Kontakt: Programmteil II - Kommunen:

Vera Secker Projektkoordination Tel. 02251/ 15-535 E-Mail: vera.secker@kreis-euskirchen.de

Programmteil I - Ehrenamtliche / Geflüchtete / Kooperationen:

Roland Kuhlen Tel. 02251 / 15-538 E-Mail: roland.kuhlen@kreis-euskirchen.de

Rucksack Schule

Foto: © LaKI Großbildansicht

Was ist Rucksack?

Rucksack ist ein Programm zur Elternbildung, Elternpartizipation, zur Sprach(en)förderung und zur Interkulturellen Schulentwicklung. Das Angebot gibt es für Kinder von 3-6 Jahren (Kita) und für Kinder im Grundschulalter. Rucksack Schule baut auf die Rucksackgruppen in den benachbarten Kindertagesstätten auf. Ziel des Projekts ist die durchgängige sprachliche Bildung sowohl in der Herkunftssprache, die anhand der Materialien von den Eltern gefördert wird, wie auch in der Förderung der deutschen Sprache unter besonderer Berücksichtigung der Schriftsprache. Es richtet sich an Eltern mit Migrationshintergrund und ihre Kinder im ersten bis vierten Schuljahr sowie an die Grundschulen, welche von diesen Kindern besucht werden.

"Rucksack Grundschule" ist ein Elternbildungsprogramm, in dem die Eltern erfahren, wie sie ihre Kinder in der allgemeinen und schulischen Entwicklung zu Hause optimal fördern können. Die Gruppen werden von Müttern unterschiedlicher Herkunft besucht, deshalb ist die Gruppensprache Deutsch. Die Mütter nutzen sehr gerne diese Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse hier zu erweitern und dies auch in den gemeinsamen Übungen mit dem Kind zu Hause fortzusetzen.

Durch die Teilnahme an der Rucksackgruppe werden Mütter besser in das Schulleben eingebunden, beteiligen sich aktiv an Veranstaltungen der Schule und finden besseren Zugang zum deutschen Bildungssystem, welches sich zum Teil erheblich von den Bildungssystemen anderer Länder unterscheidet. Es trägt somit auch zur Elternpartizipation bei. Eltern werden wahr- und ernstgenommen und zu gleichberechtigten Bildungspartnern.

Die Grundschulen erhalten mit "Rucksack Grundschule" ein Angebot zur mehrsprachigen und interkulturellen Unterrichts- und Schulentwicklung, das auf Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt, Ressourcen und Kompetenzen beruht und im Schulprogramm festgeschrieben wird.

Im Rahmen einer Anschubfinanzierung werden das Ehrenamtshonorar für die Elternbegleiterin und die Materialausstattung mit Büchern und Bastelmaterial durch die Demografie-Initiative des Kreises für zwei Jahre gestellt.

Mit dem Rucksack-Programm werden folgende Ziele verfolgt:

  1. Förderung der Mehrsprachigkeit. Die Muttersprache und die deutsche Sprache werden in den Bereichen Sprechen, Erzählen und Lesen gestärkt. Die Kinder können bessere Schulleistungen erreichen.
  2. Förderung der Erziehungskompetenz. Durch Information, Beratung und Austausch in der Müttergruppe werden die Mütter angeregt, ihre Erziehungskompetenzen auszubauen und zu reflektieren.
  3. Stärkung des Selbstwertgefühls. Die zugewanderten Mütter erfahren eine Stärkung ihrer Rolle dadurch, dass sie als Erziehungs- und Bildungspartner ihrer Kinder und der Schule wahrgenommen werden.
  4. Partizipation und Teilhabe. Gemeinschaftserleben in der Müttergruppe und Ermutigung, aktiv in schulischen und außerschulischen Aktivitäten teilzuhaben.
  5. Zusammenarbeit mit den Eltern: Verbesserung der Kommunikation zwischen Schule und Eltern, Einsicht in die Unterrichtsmethoden und Bildungsziele der Grundschule, Aufgaben der OGS.
  6. Interkulturelle Schulentwicklung. Der "Normalfall Vielfalt" soll in den Fokus rücken. Diversität gilt als Ressource. Auch das Lehrerkollegium und das Team der OGS werden "bunt".
  7. Stärkung der interkulturellen Pädagogik und des Mehrsprachenkonzepts der Schule und der OGS: Der Spracherwerb in der Muttersprache und im Deutschen wird in allen Fächern unterstützt. Mehrsprachigkeit gilt als wertvolle Ressource.

Was passiert im Rucksack konkret?

Im Rucksack-Programm finden unter der Leitung einer zweisprachig tätigen Elternbegleiterin, die selbst über einen Migrationshintergrund verfügt, regelmäßig einmal in der Woche Eltern- bzw. Mütter-Treffen statt. Die Kinder der Eltern, meist Mütter, besuchen die 1. und 2. Klasse der Schule. Die Schule stellt eine Lehrkraft mit einer Stunde wöchentlich frei, um mit der Elternbegleiterin die Umsetzung der Themen in der Müttergruppe zu besprechen.

In der Gruppe wird den Müttern parallel zu den im Unterricht behandelten Themen Erzähl-, Bastel- und Spielmaterial in deren Muttersprache mit nach Hause gegeben. Die Mütter beschäftigen sich möglichst täglich mit ihrem Kind mit diesen Materialien in ihrer Familiensprache.

In der Müttergruppe werden Fragen der Erziehung, des Familienlebens, der Schulentwicklung etc. besprochen. Die Mütter werden durch Exkursionen, Referenten etc. vertraut mit den sozialen und kulturellen Einrichtungen der Umgebung.

Die Elternbegleiterin wird durch eine Lehrkraft an der Schule (Rucksack-Kontaktlehrerin, Freistellung für Integrationsaufgaben) unterstützt und durch regelmäßiges Coaching durch das KI und Fortbildungsangebote vorbereitet und begleitet.

Die Müttergruppe kann im Bedarfsfall von einer Kinderbetreuung unterstützt werden. Eine Kinderbetreuung ist für Mütter in der Regel grundlegend, um an den Angeboten teilhaben zu können. Sie können sich auf die Aufgaben und Gespräche konzentrieren, während ihre Kinder in einem Nachbarraum versorgt und betreut werden.

 

Wer macht mit?

Im Kreis Euskirchen machen aktuell zwei Schulen mit:

die GGS Weststadt

die KGS Mechernich.

Die KGS an der Hardburg in Stotzheim konnte zwei Jahr für das Programm gewonnen werden und beendete ihre Zusammenarbeit im Sommer 2016.

Neu dazu werden zwei weitere Schulen im laufenden Schuljahr in das Programm einsteigen:

die GGS Nordstadt und

die Josef-Schaeben-Schule in Weilerswist.

In Planung ist für kommendes Schuljahr 2017-18 zwei weitere Schulen in das Programm aufzunehmen.

Kontakt: Ricarda Brecher, Tel.: 02251/15-331, E-Mail: ricarda.brecher@kreis-Euskirchen.de

Seiteneinsteigerberatung

In den letzten Jahren sind vermehrt SchülerInnen ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen in den Kreis Euskirchen gezogen.

Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Euskirchen (KI), ein Handlungsfeld des Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrums (KoBIZ), unterstützt die Schulen und Bildungseinrichtungen dabei, schulpflichtige SchülerInnen aufzunehmen und bestmöglich zu integrieren. Zu den wesentlichen Aufgaben des KI Kreis Euskirchen gehören hierbei

  • Das Angebot einer qualifizierten Erstberatung von SeiteneinsteigerInnen
  • Empfehlung der SeiteneinsteigerInnen an eine passende Schule
  • Unterstützung der aufnehmenden Schulen in der Arbeit mit SeiteneinsteigerInnen

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) kann während der Beratung, der Vermittlung an eine passende Schule und während der Beschulung von SeiteneinsteigerInnen als Anlaufstelle fungieren. Diese Arbeit kann nur durch eine enge Zusammenarbeit vieler Kooperationspartner funktionieren.

 

Der Begriff SeiteneinsteigerInnen

Mit dem Begriff SeiteneinsteigerInnen werden Kinder und Jugendliche bezeichnet, die aus dem Ausland in den Kreis Euskirchen gezogen sind. Sie sind nicht in Deutschland eingeschult worden und haben geringe oder keine Deutschkenntnisse und müssen in das Schulsystem des Landes NRW integriert werden.

Die Gruppe der SeiteneinsteigerInnen ist sehr heterogen. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern und haben einen unterschiedlichen Aufenthaltsstatus in Deutschland. Das sind beispielsweise Familien aus EU Staaten, Spätaussiedler, Geflüchtete, die hier einen Antrag auf Asyl stellen, Kontingentflüchtlinge und Familien aus anderen Ländern außerhalb der EU. Daraus ergibt sich natürlich, dass die Kinder und Jugendlichen verschiedenste Familiensprachen mitbringen und darüber hinaus oftmals die Kompetenz der Mehrsprachigkeit aufweisen. Dieses kann darin begründet sein, dass sie in ihrer bisherigen Schullaufbahn eine weitere Fremdsprache erlernt haben, Eltern mit verschiedenen Herkunftssprachen haben oder bereits in verschiedenen Ländern gelebt und die dortige Amtssprache erworben haben. Diese Kinder und Jugendlichen haben eine sehr unterschiedliche Bildungsbiographie und so gestaltet sich dann auch ihr Bildungshintergrund hier in Deutschland. Es gibt Kinder und Jugendliche, die bei entsprechender sprachlicher Unterstützung in der Lage sind einen deutschen Schulabschluss zu erlangen.

 

Es gibt aber auch Kinder und Jugendliche, die noch keine Schulerfahrung haben und an den Schulalltag und das System Schule behutsam gewöhnt werden und für den Schulalltag erforderliche Grundfertigkeiten vermittelt bekommen.

Nun kommen diese Familien über das Jahr verteilt in den Kreis Euskirchen, was die Schulen und Lehrkräfte vor große Herausforderungen stellt.

Vorrangiges Ziel ist es den neu ankommenden Kindern und Jugendlichen schnellstmöglich die erfolgreiche Teilnahme in den Klassen des Regelunterrichts zu ermöglichen. Diese Aufgabe müssen alle Schulformen erfüllen. In internationalen Klassen oder auch Vorbereitungsklassen genannt werden die Kinder und Jugendlichen in gesonderten, kleineren Gruppen auf den Regelunterricht vorbereitet.

 

Das Beratungsgespräch

In einem ausführlichen Beratungsgespräch wird mit den Eltern und dem schulpflichtigen Kind oder Jugendlichen die bisherige Schullaufbahn in der Heimat besprochen. Die Familie wird über das Schulsystem in NRW informiert. Mehrsprachige Flyer liegen hierzu bereit. Die Erstberatung wird überwiegend von Lehrkräften des KI durchgeführt. Vorab wird ein Termin mit den Eltern vereinbart zu dem sie mit ihrem Kind in die Räume des KI kommen. Die Beratungszeit für ein Kind beträgt ca. 45 Minuten. Bei der schriftlichen oder telefonischen Terminvereinbarung wird darauf hingewiesen, dass die Familien eine aktuelle Meldebescheinigung, ihre und die Pässe ihres Kindes und, soweit vorhanden, die Zeugnisse des Kindes zum Beratungsgespräch mitbringen sollen. Zudem bitten wir die Familien, falls erforderlich, eine Person mitzubringen, die im Gespräch zwischen der Herkunftssprache und der deutschen Sprache übersetzen kann. Falls keine Person zur Übersetzung mitgebracht werden kann, vermittelt das KI einen ehrenamtlich tätigen Übesetzungshelfenden aus dem Übersetzungshilfepool des Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrum (KoBIZ).

Im Beratungsgespräch werden die Angaben in einem Erfassungsbogen dokumentiert. Im ersten Teil des Bogens werden persönliche Angaben des Kindes, Herkunftsland, Namen der Eltern, Telefonnummer und weitere Personen, die ggf. bei der Kontaktaufnahme behilflich sein können, abgefragt. Im zweiten Teil steht die bisherige Schullaufbahn des Kindes im Fokus: Einschulungsjahr, Dauer des Schulbesuchs im Heimatland, Schulformen, Zeugnisse und besondere Situationen. Im letzten Teil geht es darum die Kompetenzen des Kindes einzuschätzen. Hat es schon Deutschkenntnisse, über welche anderen Sprachkenntnisse verfügt das Kind, ist es alphabetisiert? Wenn ja, in welcher Schrift.

Mit Hilfe dieser Informationen wird eine erste Einschätzung, über die passende Schulform und ob das Kind eine Deutschförderung erhalten sollte, abgegeben.

Die Erziehungsberechtigten werden über die datenschutzrechtlichen Vorgaben informiert und erteilen dem KI mit ihrer Unterschrift auf einem Formular die Erlaubnis, die im Erfassungsbogen angegebenen Daten, an Schulen und an das Gesundheitsamt zu übermitteln.

Nach dem Beratungsgespräch übermittelt das KI eine Terminanfrage zur schulärztlichen Untersuchung an das Gesundheitsamt.

Das KI kann eine Schulempfehlung aussprechen, jedoch nicht eine Schule zuweisen. Die Zuweisung erfolgt durch die zuständige Schulaufsicht. Eine passgenaue Schulempfehlung ist abhängig von folgenden Faktoren:

  1. dem Alter,
  2. den deutschen Sprachkenntnissen,
  3. dem Wohnort und
  4. dem Leistungsstand des Kindes.

Das Alter des Kindes entscheidet grundsätzlich darüber, ob ein Kind primarschulpflichtig, sekundarschulpflichtig oder berufsschulpflichtig ist. Je nach dem vom Kind erreichten Pflichtschuljahr hängt ab, welche Schulform für ihn zuständig ist. Wenn die SchülerInnen das 15. Lebensjahr vollendet haben, sind sie berufsschulpflichtig. Ein weiteres Kriterium für die Wahl einer passenden Schule ist das Vorhandensein oder Fehlen von deutschen Sprachkenntnissen. Hat das Kind jedoch bereits in seiner bisherigen Schullaufbahn deutsche Sprachkenntnisse erworben, kann ein direkter Einstieg in die Regelklasse erwogen werden. Spricht das Kind kein Deutsch, sollte der Besuch einer Internationalen Klasse empfohlen werden, damit es einen Grundstock an deutscher Alltags- und Bildungssprache aufbauen kann. Natürlich spielt auch der Wohnort des Kindes eine große Rolle bei der Auswahl der Schule. Die Schule sollte möglichst wohnortnah gelegen sein. Am schwierigsten ist sicherlich die Einschätzung des Leistungsniveaus des Kindes, sofern keine ins Deutsche übersetzten Zeugnisse vorhanden sind und das Kind kein Deutsch spricht. Dennoch kann in dem Beratungsgespräch ein erster Eindruck des Kindes gewonnen werden, der durch das Gespräch mit den anwesenden Eltern mit weiteren Informationen bereichert werden kann.

 

Unsere Kooperationspartner:

Die Städte und Gemeinden im Kreis Euskirchen, das Jugendamt Kreis Euskirchen, das Schulamt für den Kreis Euskirchen, das Jobcenter, der Integration Point des Jobcenter, das Ausländeramt, die Schulen und die Schulsozialarbeit, das Gesundheitsamt Kreis Euskirchen, die ehrenamtlich engagierten Menschen, die Flüchtlingsinitiativen, das Deutsche Rote Kreuz, der Jugendmigrationsdienst, die Caritas, die Schulberatungsstelle Euskirchen

Nach den Beratungsgesprächen und der erfolgreichen Vermittlung in eine Schule stehen die MitarbeiterInnen des KoBIZ sowohl den Schulen, den Kooperationspartnern als auch Privatpersonen zu Fragen im Zusammenhang mit neu zugewanderten schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Die Beratung kann von montags bis freitags in Anspruch genommen werden.

 

Inhalte der Beratung:

  • Vereinbarung von Beratungen zur Schullaufbahn
  • Vermittlung von Dolmetschern und Übersetzern (Übersetzungshilfepool)
  • Fragen zur Untersuchung und/ oder zur Anmeldung der Untersuchung beim Gesundheitsamt Kreis Euskirchen
  • Fragen zu geeigneten Materialien oder Literaturhinweisen für den Unterricht mit neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen
  • Fragen zu schulrelevanten Erlassen im Umgang mit SeiteneinsteigerInnen
  • Fragen zu weiteren außerschulischen Sprachförderangeboten
  • Fragen zu Zeugnisanerkennungen und ausländischen Schulabschlüssen
  • Fragen zur Anerkennung der mitgebrachten Sprache(n), Sprachprüfungen
  • Fragen zu neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen mit eventuellen zusätzlichen Förderbedarf
  • Fragen zum Herkunftssprachlichen Unterricht
  • Fragen zur Sprachfeststellungsprüfung
  • Terminvereinbarung für Schulungen und Beratungen an Schulen
  • Fragen zu Leistungsbewertungen
  • Fragen zu Übergängen von der Vorbereitungsklasse in die Regelklasse
  • Fragen zu Übergängen von der Primarstufe in die Sekundarstufe I und von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II
  • Fragen zu Übergängen von Schule in den Beruf
  • Fragen zum Bildungsangebot "Fit für Mehr" an den Berufskollegs
  • Fragen zum Bildungs- und Teilhabepaket
  • uvm.

Kontakt: Julia Gennet, Tel.: 02251/15-1343, E-Mail: Julia.gennet@kreis-euskirchen.de oder Ilhan Güngör Tel.: 02251 15-503, E-Mail: ilhan.guengoer@kreis-euskirchen.de

SmiLe (Sprachbildung mit individuellem Lernerfolg) - Sprachpatenprojekt

Pate und Patenkind lesen gemeinsam Pate und Patenkind lesen gemeinsam | Foto: © J. Bernardy, KoBIZ Großbildansicht

Ziel des Projekts ist die individuelle Unterstützung der sprachlichen Bildung von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte durch ehrenamtliche Sprachpatinnen und -paten.

Interessierte werden vorab sowohl über didaktische und methodische Herangehensweisen informiert, als auch in interkultureller Sensibilisierung, Vorurteilsbewusstsein, Umgang mit Heterogenität und Vielfalt geschult. Anschließend werden die Sprachpatinnen und -paten wohnortnah an Schulen oder Kindertageseinrichtungen vermittelt, um dort mit Kindern spielerisch in die deutsche Sprache einzutauchen. Sie betreuen ihr jeweiliges Patenkind entweder vormittags oder nachmittags eins zu eins in enger Zusammenarbeit mit der jeweiligen Institution. Die Spannbreite der ehrenamtlich Tätigen reicht von Oberstufenschülerinnen und -schülern umliegender Schulen über Berufstätige bis hin zu Menschen, die längst im Ruhestand sind.

Kontakt: Jutta Bernardy, Telefon 02251/15-697, Mail: jutta.bernardy@kreis-euskirchen.de

 

 

 

Impulse und Unterstützung: Unterricht für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche

Um neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern möglichst optimale Startvoraussetzungen und Unterstützung rund um schulische Bildung zu geben, sollen Lehrkräfte, die neu zu gewanderte Kinder unterrichten, Gelegenheit bekommen, ihre pädagogischen und didaktischen Fähigkeiten im Bereich dieses Unterrichtes auszubauen und zu erweitern. Alle interessierten Lehrkräftn aller Schulen im Kreis werden zu den Arbeitskreistreffen eingeladen. Der Arbeitskreis wird regelmäßig mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten. Neben einem fachlichen Austausch sollen auch didaktische, methodische und psycho-soziale Unterstützungsbedarfe der Beteiligten u.a. durch externe Berater aufgegriffen werden.

Kontakt: Julia Gennet, Tel.: 02251/15-1343, E-Mail: Julia.gennet@kreis-Euskirchen.de

Wegweiser für Migrantinnen und Migranten im Kreis Euskirchen: jetzt auch in Persisch

Wie ist es, sich "fremd" zu fühlen? Niemanden zu kennen, die Landessprache noch nicht zu beherrschen? Wie kann man sich im Alltag oder in schwierigeren Lebenssituationen besser zurechtfinden? Antworten auf diese Fragen gibt es im "Wegweiser für Migrantinnen und Migranten". In Kooperation des Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrums (KoBIZ) Kreis Euskirchen und der Integrationsagentur DRK Euskirchen ist der "Wegweiser für Migrantinnen und Migranten" für das Kreisgebiet Euskirchen entstanden. Finanziert wird das Projekt durch die Demografie-Initiative des Kreises Euskirchen und das Landesprogramm KOMM AN NRW des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW. Der "Wegweiser für Migrantinnen und Migranten" ist eine Infobroschüre im praktischen "Taschenformat" DIN A 7 und bündelt alle wichtigen Informationen zu Anlauf- und Beratungsstellen im Kreisgebiet. Der Wegweiser ist bisher in Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Russisch, Arabisch, Kurdisch (Kurmandschi), Tigrinisch (Eritrea), Albanisch, Serbisch und jetzt auch in Persisch erschienen.

Die Online-Fassungen finden Sie zum Download unter: https://www.kreis-euskirchen.de/service/kobiz/migr_sprache.php

Kontakt: Roland Kuhlen Tel. 02251/15-538 E-Mail: roland.kuhlen@kreis-euskirchen.de




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