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Rubrikillustration Bürgerservice
Karte - Euskirchen

Archiv - Meldungen aus dem Kommunalen Integrationszentrum

Filmvorführung "Im Schatten Europas"

Der Journalist und Menschenrechtsaktivist Elias Bierdel kommt am 16. Dezember (19 Uhr) nach Euskirchen, um seinen Film "Im Schatten Europas - Eine Suche an den Grenzen" zu präsentieren.

In diesem Film begibt sich Bierdel auf Spurensuche an die Außengrenzen Europas, wo er auf Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft, betroffene Aktivisten und die Zivilbevölkerung trifft. Der Film gibt allen eine Stimme und zeigt eine subjektive Sicht auf die Lage und Verhältnisse, ohne behördliche oder politische Gegendarstellungen.

Zur Filmvorführung mit anschließender Diskussion sind alle Interessenten eingeladen: Freitag, 16. Dezember, 19 Uhr,
im Pfarrzentrum St. Martin in Euskirchen (Am Kahlenturm 2-4).

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung gehört zur Info-Reihe "Engagiert für Flüchtlinge".

Der Filmvortrag ist eine Kooperation von:
- Kreis Euskirchen, Kommunales Integrationszentrum
- Caritasverband Kreisdekanat Euskirchen, Aktion Neue Nachbarn (Erzbistum Köln)
- Katholische Stadtpfarrei St. Martin, Euskirchen

Elias Bierdel (geb. 1960) ist Autor, Journalist und Menschenrechts-Aktivist und war 2004 an der Rettung von 37 schiffbrüchigen afrikanischen Flüchtlingen beteiligt. Dem deutschen Rettungsschiff "Cap Anamur" wurde daraufhin drei Wochen lang die Einfahrt in den sicheren Hafen verwehrt. 36 der 37 Flüchtlinge wurden sofort nach Afrika abgeschoben. Bierdel, der Kapitän und der erste Offizier der "Cap Anamur" wurden festgenommen und der "Schlepperei" angeklagt. Erst im Oktober 2009 wurden sie freigesprochen.
2007 gründete Bierdel aufgrund der Flüchtlingsdramen an den EU-Außengrenzen die Organisation "borderline-europe - Menschenrechte ohne Grenzen e.V.".
Von März 2010 bis Januar 2015 arbeitete Bierdel außerdem als Experte für Migration und Grenz-Management am Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK). Im Sommer 2015 leitete er das Hilfsprojekt "Proti Stassi" für Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos.

Einstiegskurse für Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive

Nach in Kraft treten der vom Bundesrat beschlossenen Gesetzesänderungen ist die Agentur für Arbeit in der Lage, unter bestimmten Voraussetzungen Basissprachkurse für Asylbewerber/innen zu finanzieren. 

Wir als Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum Kreis Euskirchen (KoBIZ) möchten den möglichen Trägern dieser Einstiegskurse die ersten Informationen geben.

Hier in Kürze einige inhaltliche Eckpfeiler: 

  • Die Maßnahme muss in diesem Jahr noch beginnen. 
  • Personenkreis: Asylberechtigte oder Asylbewerber/innen mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit (Syrien, Eritrea, Irak und Iran). Als Nachweis reicht auch die BüMA (Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender). 
  • Die Träger akquirieren grundsätzlich die Flüchtlinge selbst (bei der Akquise im Kreis Euskirchen können wir Sie als KoBIZ gerne unterstützen). 
  • Die Kurse dürfen bis zu 8 Wochen dauern und ein Volumen von 320 Unterrichtsstunden nicht überschreiten (die achtwöchige Dauer ist nicht kalendarisch sondern vom zeitlichen Volumen her zu sehen). 
  • Abgerechnet werden alle Teilnehmer, die am ersten Tag der Maßnahme anwesend sind. 
  • Es gibt keine Vorgaben zur Kostenstruktur. Die Träger können/sollen den ortsüblichen Stundensatz zuzüglich Fahrtkosten in Rechnung stellen. 
  • Das Abrechnungsverfahren erfolgt in einfachster Form über eine Liste. 

In den beigefügten Anlagen finden Sie die genaueren Hinweise mit Stand 26.10.2015.

Da sich die Informationen weiterentwickeln, finden Sie die von der Bundesagentur für Arbeit aktualisierten Unterlagen unter: 

https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Institutionen/Traeger/Einstiegskurse/index.htm

Für den Fall, dass die möglichen Träger weitergehende Informationen wünschen, bitten wir um eine Rückmeldung bis zum 12.11.2015 an roland.kuhlen@kreis-euskirchen.de

Bei Interesse könnte kurzfristig eine Info-Veranstaltung mit einer Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit angeboten werden.

Pilot-Projekt "Integration junger Flüchtlinge"

Am 19.08.2015 hat im Jobcenter Euskirchen das erste von insgesamt drei Erstgesprächen im Pilot-Projekt "Integration junger Flüchtlinge" stattgefunden, das in Kooperation zwischen dem KoBIZ, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter EU-aktiv, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Jugendmigrationsdienst sowie dem Netzwerk von Dolmetschern an drei unterschiedlichen Standorten (Jobcenter Euskirchen, St. Barbara-Schule Mechernich und BK Eifel in Kall) durchgeführt wird.

Das Pilot-Projekt ist vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigenden Anzahl von Flüchtlingen, die vor politischer Verfolgung nach Deutschland fliehen und hier politisches Asyl bzw. die Gewährung internationalen Schutzes beantragen, entstanden. Vor dem Hintergrund aktueller Fachkräfteengpässe in Deutschland sollte das Potential von Flüchtlingen frühzeitig erhoben und für den Arbeitsmarkt genutzt werden. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

Informationen zu den Projektzielen, Interviews mit den Flüchtlingen und einem Ausblick finden Sie im Downloadbereich.

Beratungs- und Übersetzungsteam mit Herrn Poth, GBL III Beratungs- und Übersetzungsteam mit Herrn Poth, GBL III | Foto: © Sarah Goergen, KoBIZ Großbildansicht

Urkunden für hohes Engagement im Rucksackprojekt

Feierstunde | Foto: © S. Vanselow Großbildansicht

Das hohe Engagement der Elternbegleiterinnen, Mütter und Fachkräfte in Kindertagesstätten und Schulen im Kreis Euskirchen wurde im Juni im Rahmen einer Feierstunde geehrt. Rund 40 Frauen erhielten von Iris Poth, Demografiebeauftragte und somit Unterstützerin des Rucksackprojektes, eine Urkunde. Gefeiert wurde die erfolgreiche Durchführung der Programme Rucksack-KiTa und Rucksack-Grundschule.

Das Programm Rucksack hat vier Ziele:

  • Förderung der Mehrsprachigkeit und der sprachlichen Fähigkeiten von Kindern
  • Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern
  • partnerschaftliche Zusammenarbeit von KiTa/Grundschule und Elternhaus für gerechte Bildungs- und Teilhabechancen der Kinder
  • Gemeinschaft und Austausch von Müttern mit und ohne Migrationshintergrund in einer Gruppe

Das Besondere an Rucksack ist die aktive Einbeziehung der Eltern in die sprachliche Förderung der Kinder. Die Mütter treffen sich einmal die Woche in der KiTa oder Grundschule und bekommen von der "Elternbegleiterin" (selbst eine Mutter mit Migrationshintergrund, welche fortgebildet wurde und wird) Anregungen und Materialien, um ihre Kinder zu Hause ganzheitlich zu fördern. Zu Hause werden die Aufgaben in der Muttersprache durchgeführt, in der KiTa und Schule auf Deutsch. Diese Parallelisierung der Sprachen wirkt sich sehr positiv auf die Lernerfolge und Persönlichkeitsentwicklung der Kinder aus.

Im Kreis Euskirchen führen bereits fünf Kindertagesstätten und zwei Grundschulen das Rucksackprogramm durch:

  • Familienzentrum Nilpferd, Euskirchen, seit fünf Jahren dabei
  • Städtisches Familienzentrum Stotzheim, Euskirchen, seit vier Jahren
  • AWO Familienzentrum Mechernich, seit vier Jahren
  • AWO KiTa Frauenbergerstraße, Euskirchen, seit einem Jahr
  • Städtisches Familienzentrum Kiefernweg, Euskirchen, seit einem Jahr
  • Katholische Grundschule Mechernich
  • Schule an der Hardtburg, Euskirchen Stotzheim

Die GGS Weststadt wird im nächsten Schuljahr dazukommen. Das hohe Engagement der Elternbegleiterinnen, Eltern und Fachkräfte in den Institutionen zahlt sich aus. Kindertagesstätten und Schulen berichten von deutlichen sprachlichen Fortschritten der Kinder und einer sehr guten Elternzusammenarbeit.

Ermöglicht wird das Programm durch die DemografieInitiative des Kreises Euskirchen, welche die Anschubfinanzierung des Programms übernimmt. Die Elternbegleiterinnen und die beteiligten Fachkräfte der Institutionen werden vom KoBIZ und dem Jugendamt des Kreises Euskirchen mittels Fortbildungen und Begleitung unterstützt.

Bildergalerie

Urkundenverleihung | Foto: © S. Vanselow Großbildansicht
Internationaler KiTa-Chor | Foto: © S. Vanselow Großbildansicht
Elternbegleiterinnen, Mitarbeiterinnen des Jugendamtes und des KoBIZ | Foto: © S. Vanselow Großbildansicht

Urkunde Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage für die Kaplan-Kellermann-Realschule

Verleihung der Urkunde Verleihung der Urkunde | Foto: © Kaplan-Kellermann-Realschule Großbildansicht

Eine Schule, in der alle respektvoll und tolerant miteinander umgehen, in der es egal ist, wie man aussieht, welche Religion oder welche Herkunft man hat: Dies ist das Ziel, dem sich die Kaplan-Kellermann-Realschule verschrieben hat. Für ihr Engagement erhielt die Schule nun die Urkunde "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Die Schule arbeitet seit dem letzten Schuljahr daran, die Schüler und Schülerinnen für dieses Thema zu sensibilisieren. So haben sich alle Klassen im Schuljahr 2013/2014 an einem Projekttag mit den verschiedensten Unterthemen von Rassismus beschäftigt. In diesem Jahr hat die Schule den Gedenktag zur Reichsprogromnacht in Euskirchen als Gedenktag mit ausgelegt. Außerdem werden die Themen Toleranz und Rassismus immer wieder im Unterricht bearbeitet und besprochen.

Für ihr Engagement wurde die Kaplan-Kellermann-Realschule am 26.02.2015 von Roland Kuhlen, Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrum des Kreises, mit der Urkunde "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ausgezeichnet. Die Urkunde wurde in einem feierlichen Akt überreicht. Diese Feier wurde von Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen geplant und gestaltet. Eingeladen zu diesem besonderen Anlass war die ganze Schule mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, der Bürgermeister Dr. Uwe Friedel und die Mundartgruppe Schäng.

Schäng hat sich als Pate dazu verpflichtet, das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" an der Kaplan-Kellermann-Realschule zukünftig zu unterstützen.




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