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Gebäudeeinmessungspflicht

Allgemeines


Warum müssen Sie Ihr Gebäude einmessen lassen?
Das Liegenschaftskataster dient zusammen mit dem Grundbuch der Sicherung des Eigentums an den Liegenschaften (Flurstücke und Gebäude). Daher bestimmt das Gesetz über die Landesvermessung und das Liegenschaftskataster (VermKatG NRW), dass im Liegenschaftskataster alle Liegenschaften des Landes NRW darzustellen und zu beschreiben sind. Es besteht die gesetzliche Pflicht, Gebäude nach ihrer Fertigstellung einmessen zu lassen.
Der Nachweis des Gebäudebestandes ist für die Verwaltung, die Städte- und Landesplanung, für die Wirtschaft (Ver- und Entsorgung) sowie auch für den privaten Rechtsverkehr (z. B. Grundstücksverkehr, Bestellung von Hypotheken) von Bedeutung. Die Pflicht zur Einmessung von Gebäuden besteht seit dem 01.08.1972.

Welche Gebäude sind einmessungspflichtig?
Gebäude im Sinne des § 11 Abs. 3 VermKatG NRW sind dauerhafte, selbstständig benutzbare, überdeckte bauliche Anlagen, die wegen ihrer Bedeutung im Liegenschaftskataster nachzuweisen sind.

Wenn Sie ein solches Gebäude neu errichten oder in seinem äußeren Grundriss verändern, unterliegt es der Einmessungspflicht. Einmessungspflichtig sind auch z. B. Anbauten, Wintergärten, unterkellerte Terrassen und Stahlbeton-Fertiggaragen.

Umbauten, Aufstockungen und andere Veränderungen, die sich nicht auf den Grundriss des Gebäudes auswirken, sind nicht einmessungspflichtig. Ebenso unterliegen Gebäude von geringer Grundrissfläche (unter 10 m²) oder Bedeutung (z. B. Gartenhäuser in Kleingartenanlagen, Behelfsbauten, fliegende Bauten, überdachte Stellplätze) nicht der Einmessungspflicht.

Wann entsteht die Einmessungspflicht?
Sobald die Baumaßnahme fertiggestellt ist, haben Sie als Eigentümer/in oder Erbbauberechtigte/r die Einmessung des Gebäudes selbstständig zu beantragen. Eine besondere Aufforderung durch uns, die Abteilung Geoinformation und Kataster, ist nicht erforderlich, da die Verpflichtung zur Einmessung kraft Gesetzes automatisch entsteht. Die Einmessungspflicht ruht wie eine öffentliche Last auf dem Grundstück. Sie ist keine persönliche Verpflichtung des Bauherrn. Wird ein Grundstück mit einem Gebäude, das noch nicht eingemessen ist, verkauft, geht die Einmessungspflicht auf die/den neue/n Eigentümer/in über, unabhängig von den im Kaufvertrag geschlossenen Vereinbarungen. Der Übergang dieser Verpflichtung erfolgt sooft und solange, bis die Einmessungsverpflichtung erfüllt ist, d.h. sie verjährt nicht.

Wer darf die Einmessung vornehmen?
Die Gebäudeeinmessung wird im Kreis Euskirchen durch eine/n in Nordrhein-Westfalen zugelassene/n Öffentlich bestellte/n Vermessungsingenieurin / Vermessungsingenieur (ÖbVI) durchgeführt. Eventuell vorhandene Bau- oder Lagepläne sind zur Gebäudeeinmessung nicht geeignet. Die Anschriften der ÖbVI finden Sie hier:

ÖbVI-Viewer

Liste der ÖbVI in NRW

Wie wird die Einmessungspflicht überwacht?
Die (Bau-) Genehmigungsbehörden informieren die Katasterbehörde über die Genehmigungen oder Anzeigen aller Bauvorhaben. Liegen uns 6 Monate nach Eingang dieser Informationen keine Einmessungsergebnisse vor, erhalten Sie eine schriftliche Erinnerung. Sie werden darin gebeten, die Einmessungsunterlagen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes vorzulegen. Sollten Sie die gesetzte Frist nicht einhalten, wird die Einmessung auf Ihre Kosten veranlasst (Zwangseinmessung).

Wer trägt die Kosten der Einmessung?
Die Kosten der Einmessung hat laut § 16 VermKatG NRW der/die jeweilige Eigentümer/in oder Erbbauberechtigte des Grundstücks zu tragen.

Wie berechnen sich die Kosten für eine Gebäudeeinmessung?
Die Gebühren für Vermessungsarbeiten sind in einem einheitlichen Gebührentarif festgelegt. Die Einmessungsgebühr bemisst sich nach den Normalherstellungskosten 2000 (NHK 2000) der baulichen Anlage(n). Bei den NHK 2000 handelt es sich um durchschnittliche, auf eine Raum- oder Flächeneinheit bezogene Herstellungskosten für Gebäude nach dem Preisstand von 2000. Diese Kosten sind auch dann anzusetzen, wenn das Gebäude in Eigenleistung errichtet oder erweitert wurde.

Gebühren

Auszug aus dem Gebührentarif (Stand: 01.01.2010):

Normalherstellungskosten 2000

bis einschließlich

Einmessungsgebühr

25.000,- €

300,- €

75.000,- €

480,- €

300.000,- €

830,- €

600.000,- €

1.350,- €

1.000.000,- €

2.100,- €


Gebühren für Normalherstellungskosten über 1 Mio. Euro können Sie bei uns oder den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur erfragen. Für auf einem Grundstück gemeinsam eingemessene Gebäude ist die Summe ihrer Normalherstellungskosten der Gebührenermittlung zugrunde zu legen. Die Einmessungsgebühr versteht sich zuzüglich der gesetzl. Umsatzsteuer.

Rechtliche Grundlagen




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Telefax: 02251/15-389
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Zimmer: A107

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