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Kompostierbare Biofolienbeutel gehören nicht in die Biotonne
Abfallberatung des Kreises Euskirchen: Biofolienbeutel müssen als Störstoffe aufwändig aussortiert werden
Mit einem Infostand war die Kreisabfallberatung jetzt auf dem Wochenmarkt in Euskirchen. Ziel war es, mit der deutschlandweiten Kampagne „#wirfuerbio – gemeinsam gegen Plastik in der Biotonne“ insbesondere über die richtige Entsorgung des Bioabfalls zu informieren. Denn hier lauern einige Fallstricke.

„Dass die Plastiktüte nicht in die Biotonne gehört, war allen klar“, so Lothar Mehren, Abfallberater des Kreises. Aber was ist mit den kompostierbaren Biofolienbeuteln? „Die müssen auch in die Restmülltonne“, erklärt Mehren – und sorgte mit dieser Aussage bei den meisten Marktbesuchern für Erstaunen. „Ich weiß, das ist verwirrend. Aber wenn diese Biofolienbeutel in der Biotonne landen, dann haben wir ein Problem in unserer Kompostanlage in Mechernich.“

Die Erklärung liefert Mehren gleich hinterher: „Nicht nur herkömmliche Plastiktüten bestehen aus Erdöl, auch kompostierbare Plastiktüten dürfen einen Anteil Erdöl enthalten, der aber grundsätzlich biologisch abbaubar sein muss. Innerhalb des Produktionsprozesses der Kreis- Kompostierungsanlage werden die so genannten kompostierbaren Beutel aber nicht sicher vollständig biologisch abgebaut.“

Diese Tüten erfüllen die Euro-Norm, wenn sich nach zwölf Wochen 90 Prozent der Tüte in Teile zersetzt haben, die kleiner als zwei Millimeter sind und wenn nach sechs Monaten mindestens 90 Prozent der Tüte biologisch abgebaut sind. „Damit überschreiten diese Tüten die Verweildauer in unserem Kreis-Kompostwerk aber deutlich“, so der Abfallberater. „Bei uns wird Kompost innerhalb von nur zwei bis vier Wochen hergestellt.“
Die kompostierbaren Biofolienbeutel müssen im Kreis-Kompostwerk als Störstoffe aufwändig und kostenintensiv aussortiert und als Restabfall entsorgt werden. Mehren: „Sie gehören einfach nicht in die Biotonne“.

Als Alternative bekam jeder Besucher des Wochenmarktes eine braune Papiertüte geschenkt, dazu Infomaterial und einen Apfel mit dem Logo „#wirfuerbio“. Gerade bei den Eigentümern von Mietshäusern waren der Infoflyer zum Thema und der dazugehörige Aufkleber für die Biotonne sehr willkommen. Da öfters mal die Biotonne stehen bleibt, sollen die Informationen an die Mieter weitergegeben und die Biotonnen mit der Information beklebt werden.
Herausgeber / Ansprechpartner:
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Jülicher Ring 32
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Tel.:
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Fax.:
02251/15-392
Lothar Mehren und Karen Beuke von der Kreisabfallberatung informierten jetzt die Besucher des Euskirchener Wochenmarktes an ihrem Infostand.