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RVK-NationalparkShuttle fährt mit Bio-Erdgas
Regenerativer statt fossiler Treibstoff läutet Wende im Kreis Euskirchen ein Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) hat ihre ersten drei Bio-Erdgasbusse in Betrieb genommen. Am 26. September 2017 wurden die Busse, die auf der Nationalpark-Linie SB 82 fahren, durch den Kreis Euskirchen, die RVK und den Energieversorger e-regio im Nationalpark Eifel vorgestellt.
Regionale Sinnhaftigkeit ist das Stichwort, das die Gründe für die Umstellung von Diesel auf Bio-Erdgas beschreibt. Mit den drei Bussen wird die Linie SB 82, auch NationalparkShuttle genannt, betrieben. Sie verbinden den Kaller Bahnhof mit dem Internationalen Platz Vogelsang im Nationalpark Eifel.

Der Landrat des Kreises Euskirchen, Günter Rosenke, hob in seiner Rede neben der Bedeutung der Örtlichkeit insbesondere die klimaschonende Erreichbarkeit hervor: „Mit dem Nationalpark und dem Internationalen Platz Vogelsang haben wir einen Schatz, den es zu bewahren, zu pflegen und vor allem aber auch zu erreichen gilt. Und das am besten nicht nur per Individualverkehr, sondern umweltfreundlich mittels Bus und Bahn.“
Das untermauert auch Eugen Puderbach, Geschäftsführer der RVK: „Jährlich nutzen an die 40.000 Fahrgäste die Schnellbuslinie SB 82. Ich bin froh, dass wir mit diesen drei Bussen nun ein regional und wirtschaftlich sinnvolles sowie klimaschonendes Angebot schaffen.“

Was zeichnet die Bio-Erdgasbusse aus?
Bio-Gas ist ein regenerativer Kraftstoff. Er entsteht bei der Zersetzung von organischen Abfallprodukten wie Küchenabfälle und Gülle etc. Durch die Abspaltung von CO2 wird das Gas in Bio-Erdgas umgewandelt. Bio-Erdgas ist umweltfreundlich, da es eine entscheidende Verringerung der CO2- und Feinstaubbelastung bewirkt. Zudem ist es wirtschaftlich sinnvoll, da es die Nutzung eines regionalen Produktes bedeutet und so die Wertschöpfungskette stärkt.
Die Reichweiten der Bio-Erdgasbusse sind mit Dieselbussen vergleichbar, was im Regionalverkehr von entscheidender Bedeutung ist. Auch die Betankungszeit ist identisch und Tankmöglichkeiten sind vor Ort bereits gegeben. Bei Umstellung der gesamten, auf dem Gelände der Niederlassung in Euskirchen stationierten Busflotte, ist dort auch der Bau einer Bio-Erdgas-Tankstelle vorgesehen.

e-regio, der Energieversorger im Kreis bereitet sich auf die steigende Nachfrage von Bio-Erdgas vor. „Auf dem Weg in eine möglichst schadstoffarme Zukunft der Mobilität leistet aufbereitetes Bio-Erdgas einen wichtigen Beitrag“, erläutert e-regio Geschäftsleiter Ludger Ridder. „Wir gehen davon aus, dass die Bedeutung von Erdgas und Bio-Erdgas noch deutlich zunehmen wird und fördern daher sowohl den Einsatz von Erdgas- als auch Elektrofahrzeugen in der Region.“

Neu für den Fahrgast – außen die Gestaltung und innen die technischen Funktionen:
Nicht nur der Antrieb der NationalparkShuttle ist neu. Überarbeitet wurde auch die Gestaltung der Busse. Diese unterstreicht das Ziel der Linie mit Fotos: die Ginsterblüte auf der Dreiborner Hochfläche, die Landschaft um und mit dem internationalen Platz Vogelsang, ein Ranger und das Aushängeschild des Nationalparks, die Wildkatze.
Interessant ist auch die technische Aufrüstung der Busse, die die Fahrgäste besonders interessieren wird: Freies WLAN und USB-Anschlüsse sowie ein doppelter Bildschirm, der auf der einen Seite die Linieninformationen und auf der anderen Seite z. B. Hinweise auf Ausstellungen und Führungen im Nationalpark gibt.
Herausgeber / Ansprechpartner:
Kreis Euskirchen
Kreispressestelle
Wolfgang Andres
Jülicher Ring 32
53879 Euskirchen
Tel.:
02251/15-303
Fax.:
02251/15-392
Shuttkebusse
Ranger Ralf Hilgers stellt gemeinsam mit Vertretern von Kreis, RVK, e-Regio, Nationalpark und Vogelsang IP die neuen Shuttlebusse vor.